HLW-Schülerinnen wollen mehr Fairness bei Vorprüfung

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Lara Peschke und Katrin Weglehner-Pilgerstorfer (v.l.), Schülervertreterinnen der HLW Rohrbach, fordern Freiwilligkeit bei der Koch- und Serviceprüfung. Foto: privat
Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 20.04.2021 18:30 Uhr

ROHRBACH-BERG/Ö. Während die mündliche Matura wegen der Corona-Situation auch heuer freiwillig ist und somit komplett wegfallen kann, schaut es bei den praktischen Vorprüfungen zur Matura in den HLWs anders aus: Diese müssen abgelegt werden – und dagegen wehren sich auch die Schülervertreterinnen aus der Rohrbacher HLW.

Die praktische Vorprüfung ist am Ende des vierten Jahrgangs im Fach Küchen- und Restaurantmanagement zu absolvieren und Voraussetzung für die Matura an der HLW (Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe). Im Vorjahr fiel diese aufgrund der Corona-Situation aus. Der aktuelle Jahrgang allerdings soll die umfangreiche Prüfung Ende Mai ablegen – obwohl sich die Schüler seit einem Jahr überwiegend im Distance Learning und Hybridunterricht befinden.

Praxis fehlt

„Seit Schulbeginn waren wir 15 Tage in der Schule und hatten dabei einen Kochtag. Uns fehlt absolut die Praxis“, zeigt Katrin Weglehner-Pilgerstorfer aus St. Johann auf. Ihre Klassenkameradin Lara Peschke aus Feldkirchen ergänzt: „Die mündliche Matura, die vielleicht 20 Minuten dauert, wird erlassen. Die 5 Stunden-Koch- und Serviceprüfung aber bleibt.“ Dazu kommt, dass an einem „Geistertisch“ ohne Gäste serviert und der Wein präsentiert werden müsste.

Antrag ans Ministerium

Die beiden Schülervertreterinnen aus Rohrbach stehen mit ihren Sorgen natürlich nicht alleine da: Gemeinsam mit Vertretern aus mittlerweile 34 HLWs in ganz Österreich haben sie sich mit einem Antrag ans Bildungsministerium gewandt, damit die Vorprüfung entfällt oder freiwillig absolviert werden kann, um sich die Note zu verbessern. „Unsere praktischen Leistungen während der Präsenz- und Distance Learning-Phasen sollten anerkannt und für die Benotung herangezogen werden und nicht zwei große praktische Prüfungen, bei denen es unsicher ist, ob diese aus virologischer Sicht abgehalten werden können“, heißt es in dem Schreiben.

Als Antwort hätten sie jedoch bislang nur bekommen, dass es ohnehin Lockerungen gebe: etwa, dass nur drei statt vier Gänge gekocht werden müssen oder dass ihnen mehr Zeit und Maskenpausen gewährt werden. Für die beiden Schülerinnen ist dieses Festhalten an der Prüfung unfair und nicht nachvollziehbar, zumal dieselben Bedingungen herrschen wie im Vorjahr. „Corona trifft nicht nur die Maturanten“, wollen sie mit ihrem Einsatz deutlich machen.

Lehrstoff wird durchgezogen

Grundsätzlich aber funktioniere der Unterricht an den BBS Rohrbach auch über Distance Learning sehr gut, ergänzen die HLW-Schülerinnen: Sie würden sicher nicht weniger lernen, als andere Jahrgänge.

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