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AIGEN-SCHLÄGL/BEZIRK. Alternativen zum traditionellen Maisanbau hat man sich im Biokompetenzzentrum Schlägl angeschaut, denn dieser ist besonders von Bodenerosion betroffen. Erste Eindrücke hat man bereits gewonnen.

  1 / 2   Beim Mais-Anbau ist Erosionsschutz besonders wichtig, wie der Starkregen in den letzten Wochen gezeigt hat. (Foto: Biokompetenzzentrum Schlägl)

Die Unwetter der letzten Wochen mit Hagel und Starkregen haben gezeigt, dass Wetterextreme und damit auch Erosions-Schäden häufiger werden. Bei dem in Reihen angebauten Mais haben gerade in Hanglagen die Wassermassen leichtes Spiel. Seit zwei Jahren läuft deshalb im Biokompetenzzentrum Schlägl ein Versuchsprojekt zum Erosionsschutz.

Mais-Anbau in Vorfrucht

Als effektivste Alternative zum herkömmlichen Anbau hat sich die Direktsaat erwiesen. „Dabei wurde in die stehende Vorfrucht Wickroggen der Mais direkt in den unbearbeiteten Boden gesät. Der Wickroggen wurde anschließend gemulcht oder niedergewalzt“, erklärt Johannes Schürz näher. Wichtig dabei sei, dass die Vorfrucht bereits geblüht hat, damit diese nicht zu große Konkurrenz für den Mais darstellt, ergänzt Schürz.

Untersaat hilft zu wenig, wenn man sie braucht

Konkurrenzdruck ist auch das Problem, wenn der Mais im Gemenge mit Sonnenblume und Hirse angebaut wird. „Je nach Jahr und Witterung kann es sein, dass sich einzelne Komponenten stärker bzw. schwächer oder gar nicht entwickeln.“

Bei zwei Betrieben wurden Versuche mit Untersaaten gemacht. Hier stellt sich jedoch die Frage der Wirksamkeit: „Wenn der Boden den meisten Schutz braucht, also direkt nach dem Anbau bis zum Reihenschluss, ist die Untersaat noch zu schwach und die Wirkung gegen Erosion begrenzt. Wenn der Mais dann dichter wird und sich die Reihen schließen, braucht man‘s nicht mehr“, erläutert der Experte vom Biokompetenzzentrum. Wenn die Untersaat weiterwächst, kann sie im späteren Verlauf jedoch eine Konkurrenz für den Mais darstellen.

Ernteerträge ungewiss

Wie sich der alternative Anbau auf die Ernteerträge auswirkt, wird sich erst im Herbst zeigen, ergänzt Johannes Schürz. Aber um Erosion und damit Schäden am Acker zu verringern, ist Direktsaat geeignet: „So stark wie es in den letzten Wochen geregnet hat, ist scheinbar wirklich nur die Direktsaat in der Lage, diese Wassermassen zu bremsen.“ Auch Streifen mit Quereinsaat von Getreide oder das Streuen von Mist quer zum Hang hatten bei Starkregen nur eine geringe Wirkung.

Feldtag am 5. August

Dem Thema Erosionsschutz im Biomaisanbau widmet sich auch der Feldtag des Biokompetenzzentrums Schlägl. Dieser findet am 5. August, von 13 bis 17 Uhr statt. Es werden Versuchsflächen besichtigt und mit dem Bodenexperten Hans Unterfrauner ein Blick in den Boden geworfen. Anmeldung per Mail an biokompetenzzentrum@fibl.org


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