Beim Notstromaggregat ist die Gefahr größer als der Nutzen

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 (Foto: TEAM FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR)
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Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 29.07.2021 04:11 Uhr

BEZIRK. Nach dem tragischen Unglück im Bezirk Freistadt, weist der Zivilschutzverband auf die Gefahren beim Betrieb eines Notstromaggregates hin.

„Fast täglich gibt es im Zivilschutzbüro Anfragen, welche Notstromaggregate zur Vorsorge für einen Blackout empfohlen werden“, weiß ZV-Bezirksleiter Valentin Pühringer, der gleich klar stellt: „Für Privathaushalte gibt es wichtigere Dinge, die jeder Haushalt für Katastrophenfälle wie einen Blackout braucht. Produkte, die einfacher und kostengünstiger in der Anschaffung sind“, nennt er Notfallradio, Notkochstelle, Decken, Lebensmittelvorrat als Beispiele.

Niemals in geschlossenen Räumen betreiben

Zur Nutzung eines Notstromaggregates sind bauliche Maßnahmen notwendig, die gesetzlichen Vorgaben unterliegen. „Geräte mit Verbrennungsmotoren dürfen jedenfalls niemals in geschlossenen Räumen, auch nicht Garagen, Keller oder Werkstätten, betrieben werden“, mahnt Pühringer. Voraussetzung für eine Einspeisung ist auch die richtige Infrastruktur am Gebäude – ein Netztrenner und eine Einspeiseschnittstelle. „Bei nicht optimaler Installation kann der Betrieb eines Notstromaggregates etwa die hochsensiblen Steuerungsgeräte von Heizungsanlagen, Küchenherden, TV-Geräten und Computern beschädigen“, erklärt der Zivilschutz-Bezirksleiter.

Experten beauftragen

Außerdem muss Treibstoff bevorratet werden, der aber nur eine begrenzte Haltbarkeit hat und zwecks Brandschutz richtig gelagert werden muss. Pühringer rät: Wer sich unbedingt ein Notstromaggregat anschaffen will, muss auf jeden Fall ein konzessioniertes Elektrounternehmen beauftragen und das Bauamt der Gemeinde über das Vorhaben informieren.

Achtung Kohlenmonoxid

Unsachgemäß betriebene Notstromaggregate können zu einer Kohlenmonoxid-Vergiftung bzw. Verbrennung führen. Kohlenmonoxid ist ein äußerst giftiges farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das unter anderem durch eine Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Stoffen (z.B. Holz, Gas, Benzin oder Öl) unter unzureichender Sauerstoffzufuhr entsteht. Symptome einer leichten Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und grippeähnliche Symptome.

Richtiges Verhalten bei Verdacht auf einen CO-Austritt:

  • Alle Türen und Fenster öffnen und Geräte ausschalten
  • So schnell wie möglich den Raum bzw. das Gebäude verlassen
  • Erste Hilfe-Maßnahmen einleiten, wenn notwendig
  • Notruf absetzen (Feuerwehr 122, Rettung 144) und Einsatzkräfte über erhöhte CO-Konzentration informieren

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