Heimische Perlengeheimnisse: Flussperlmuschel wird zum Schauobjekt
AIGEN-SCHLÄGL. Die Flussperlmuschel ist ein besonderer Schatz der Natur, der heute jedoch vom Aussterben bedroht ist. Eine Wanderausstellung sorgt dafür, dass sie nicht in Vergessenheit gerät.

Mit dem mobilen Schauraum, der neben dem Stifts-Brauereishop aufgebaut wurde, will die OÖ Landes-Kultur GmbH auf diese Besonderheit der Region aufmerksam machen. Jahrhunderte lang waren die Mühlviertler Bäche voll mit Muscheln, bis zu 1.000 Tieren bevölkerten einen Quadratmeter Bachbett. Heute ist sie vom Aussterben bedroht, wogegen mit verschiedenen Nachzuchtprojekten, etwa von der Naturschutzjugend önj Haslach oder blattfisch, angekämpft wird.
Von Nachzuchtprojekten bis zu Schmuckstücken
Davon kann man in der Wanderausstellung mehr erfahren; ebenso wie über Wachstum und Lebensraum der Muschel; die kulturelle Bedeutung in einer Zeit, als es sogar den eigenen Beruf Perlenfischer, aber auch viele Perlenräuber gegeben hat; oder über Schmuckstücke, die entstanden sind. Ein Messgewand des Stiftes Schlägl aus der Zeit um 1570 etwa, ist mit 10.000 Perlen der Flussperlmuschel bestickt und gilt als hochwertiges Kulturgut.
Zu sehen bis 5. September
Die Ausstellung im Container ist bis 5. September zu sehen und täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Flussperlmuschel-Experten geben via Monitor persönlich Auskunft (von 15 bis 17 Uhr, sonntags zusätzlich von 10 bis 12 Uhr).
Podiumsdiskussion
Am Donnerstag, 5. August, findet ab 19 Uhr im Stift Schlägl (Saal Falkenstein) ein Podiumsgespräch zu den vielen Aspekten der Flussperlmuschel statt. Sprechen werden unter anderem Karl Zimmerhackl und Sophie Stelzer von der önj Haslach, Daniel Daill vom Technischen Büro blattfisch, Gerald Neubacher, Leiter der Naturschutzabteilung des Landes, Naturwissenschaftlerin Alexandra Aberham und Alfred Weidinger, Geschäftsführer der OÖ Landes-Kultur GmbH.


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