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ROHRBACH-BERG. Zwei ehemalige Schüler des Rohrbacher Gymnasiums – die Psychologin und Familienberaterin Daniela Feyrer und der Pädagoge und Erziehungsberater Konrad Liebletsberger –, verrieten bei einer Podiumsdiskussion, wie Eltern ihre Kinder gut durch Krisen begleiten können.

Konrad Liebletsberger und Daniela Feyrer gaben gute Ratschläge. (Foto: M. Wolfesberger)
Konrad Liebletsberger und Daniela Feyrer gaben gute Ratschläge. (Foto: M. Wolfesberger)

Die Pubertät, schulische Probleme oder aktuell zusätzlich die Coronakrise und der Krieg in der Ukraine fordern Kinder und Eltern auf unterschiedlichste Arten heraus. Deshalb lud der Elternverein des BG/BRG Rohrbach ins Kellertheater, um intensiv über das Verhalten in Krisen zu diskutieren. Im Gespräch mit Doris Fischer-Stadler, Obfrau des Elternvereins, erzählten die Psychologin und Familienberaterin Daniela Feyrer und der Pädagoge und Erziehungsberater Konrad Liebletsberger über Erfahrungen aus ihrem Beratungsalltag. Die Tücken des Home-Schoolings kamen dabei ebenso zur Sprache, wie der Umgang mit Ess-Störungen oder Selbstverletzung bei Jugendlichen. Als wichtigsten Rat gaben Feyrer und Liebletsberger den Eltern mit, ihre Kinder ernst zu nehmen und auch in angespannten Situationen immer wieder das Gespräch anzubieten.

Vertrauen ist wichtig

Erziehungsberater Liebletsberger, der auch bei der Beratungsstelle Mikado in Sarleinsbach tätig ist, wählte eine anschauliche Metapher für die Erziehung: Wie beim Drachensteigen müsse man auch beim Elternsein manchmal die Schnur etwas lockerer lassen, um dem Drachen Auftrieb zu geben – den Kindern und Jugendlichen also Vertrauen entgegenbringen. Kommt es wirklich zu ernsten Turbulenzen, könne man die Leine wieder etwas fester ziehen, also klarere Regeln aufstellen.

Zuhause ist ein sicherer Hafen

Psychologin Feyrer sprach auch von der Ankerfunktion der Eltern für ihre Kinder – man müsse dem Nachwuchs vor allem das Gefühl geben, dass er zu Hause immer einen sicheren Hafen findet.

Alarmsignale ernst nehmen

Würden Jugendliche sich völlig zurückziehen oder sehr stark verändern, sollte man das durchaus als Alarmsignal sehen und wenn nötig, nicht davor zurückscheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, betonten die Experten. Um Bezirk stehen einige Beratungsstellen zu Verfügung, die anonym und vertraulich weiterhelfen können.


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