Wanderausstellung macht auf Gewalt im Alter aufmerksam
ROHRBACH-BERG. Das Thema Gewalt im Alter rückt eine Wanderausstellung ins Licht der Öffentlichkeit. Derzeit ist diese in der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach zu sehen.

Die Ausstellung bietet einen Einstieg in ein schwieriges Thema und lädt die Besuchenden zu einer bewusstseinsbildenden Reise ein. Man wolle keineswegs mit dem Zeigefinger auf Missstände aufmerksam machen, betonte Wilma Steinbacher, Vorsitzende von Pro Senectute – Verein für das Alter in Österreich, bei der Eröffnung der Wanderausstellung in Rohrbach. „Wir wollen vielmehr auf wertschätzende und trotzdem mahnende Art das Thema Gewalt im Alter in seinen unterschiedlichsten Formen öffentlich machen.“
Vielfältige Formen von Gewalt
Körperliche und psychische Gewalt werden dabei ebenso angesprochen, wie die zunehmende Digitalisierung, die ältere Menschen oft ausgrenzt, oder finanzielle Benachteiligungen. Laut Kuratorin Margit Scholta wird Gewalt von Menschen auf andere Menschen ausgeübt, „es haben aber auch Strukturen, Normen und gesellschaftliche Werthaltungen einschränkende, benachteiligende und behindernde Wirkungen auf die ältere Bevölkerung.“ Die Schau zeigt Orte, an denen Gewalthandlungen möglich sind oder passieren, und informiert zugleich über Auswege aus der Gewalt und Unterstützungsangebote.
Für Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner ist die Bezirkshauptmannschaft als „soziales Zentrum und Drehscheibe“ der passende Ort für diese Wanderausstellung. Rohrbach ist die fünfte Station in OÖ, bis Ende 2024 tourt sie durch ganz Österreich.


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