Akutgeriatrie am Klinikum Rohrbach wird ausgebaut
ROHRBACH-BERG. Der demografische Wandel zeigt sich am steigenden Bedarf an geriatrischen Versorgungsleistungen. Am Klinikum Rohrbach ist deshalb ein Ausbau der Abteilung Akutgeriatrie und Remobilisation geplant.

Derzeit umfasst die Abteilung 20 stationäre und vier ambulante Betreuungsplätze, mit einer ausgezeichneten Auslastung. Der regionale Strukturplan RSG2025 sieht eine Erweiterung um acht stationäre Betten vor. Schon im nächsten Herbst soll es an die Umsetzung gehen. Primaria Romana Palmanshofer, seit März Leiterin der Abteilung Akutgeriatrie und Remobilisation (AGR) am Klinikum Rohrbach, ist sich bewusst, welche Herausforderungen ein Umbau im laufenden Betrieb darstellt. „Deswegen arbeiten wir bereits jetzt unter der Leitung der Kollegialen Führung und mithilfe aller Betroffenen intensiv an der Planung, um auch in dieser Zeit einen reibungslosen Klinikbetrieb gewährleisten zu können.“
Ambulante Diagnostik
Überlegungen gehen außerdem hin zu einer akutgeriatrischen ambulanten Diagnostik für extern zugewiesene sowie geriatrisch-onkologische Patienten. „Wir versuchen, in viele Richtungen zu denken, um die optimale Versorgung älterer Menschen im Bezirk sicherzustellen“, betont die Medizinerin.
Mensch im Mittelpunkt
Eine maßgeschneiderte Patientenversorgung steht generell im Mittelpunkt der AGR. 2012 als Teil der Abteilung für Innere Medizin gegründet, wurde sie im September 2022 zur eigenständigen Abteilung. Geleitet wurde die AGR viele Jahr vom Ärztlichen Direktor Wolfgang Tenschert, im März übernahm Primaria Romana Palmanshofer. Tenschert kennt seine Nachfolgerin als „fachlich äußerst kompetente Ärztin mit einem sehr empathischen Ansatz, die einen besonderen Fokus auf die Bedürfnisse der Menschen legt.“
Franz Harnoncourt, Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖG, ergänzt: „Romana Palmanshofer steht für engagierte Teamarbeit und gerade in der Geriatrie ist das Zusammenwirken verschiedener Berufsgruppen besonders wichtig.
Zur Person
Die gebürtige Waldviertlerin begann nach ihrer Ausbildung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin ein Medizinstudium mit anschließender Facharztausbildung für Innere Medizin. Es folgten Weiterbildungen in Geriatrie, Palliativmedizin und Ethik im Gesundheitswesen sowie Intensiv- und Notfallmedizin. Das Rohrbacher Team verstärkt sie seit 2015. Zuerst als Lehrerin in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule, seit 2017 als Oberärztin in der Abteilung für Innere Medizin.
Palmanshofer lebt mit ihrer Familie in Rohrbach-Berg. Als Mutter von einem Buben und drei Mädchen ist ihr auch die Vorbildfunktion wichtig: „Sich für eine so verantwortungsvolle Führungsposition zu bewerben ist ein einschneidender Schritt. Mir ist es aber wichtig, für Gleichberechtigung einzustehen und die Arbeitsumgebung so zu gestalten, dass sich Arbeit und Familie vereinbaren lassen.“


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