Gesundheits- und Krankenpflegeschule Rohrbach bildete in 40 Jahren mehr als 1.000 Pflegekräfte aus
ROHRBACH-BERG. Was 1983 mit einer Direktorin, 30 Auszubildenden und einer einzigen Lehrperson in Rohrbach-Berg seinen Anfang nahm, hat sich zu einer Institution entwickelt, die aus dem Bezirk nicht mehr wegzudenken ist: die Gesundheits- und Krankenpflegeschule (GuKPS) Rohrbach. Enorm viel hat sich seither verändert, doch eines ist geblieben - der Anspruch, durch die Ausbildung die gute Gesundheitsversorgung in der Region mitzusichern.

Während 1983 der Unterricht erst im Festsaal des Rot-Kreuz-Hauses, später dann auch im Gasthof Dorfner abgehalten wurde, finden heute neun Klassenräume im eigenen Schulgebäude in unmittelbarer Nähe zum Klinikum Rohrbach ihren Platz. Ergänzt wird das Angebot durch einen modernen Simulations- und Debriefingraum, eigene Pausen-, Ruhe- und Bewegungsräumlichkeiten für die Auszubildenden, eine Bibliothek, ein Konferenzzimmer für die Lehrenden und Büroräume für die Schulverwaltung.
Zeit zum Wachsen
Besonders viel hat sich in dieser Zeit aber vor allem in der Ausbildung selbst getan. Die Digitalisierung hat rasanten Einzug genommen und wird sich ebenso schnell weiterentwickeln. Auch hinsichtlich der Vielfalt der Auszubildenden sind verschiedenste Anforderungen an die Lehrpersonen nötig, wie die Leiterin der Schulen der OÖ Gesundheitsholding (OÖG), Martina Bruckner, weiß: „Heutzutage müssen unsere Ausbildner nicht nur Pädagogen sein, sondern auch Sozialarbeiter und Psychologen. Wir bilden jetzt außerdem bereits drei unterschiedliche Berufsgruppen aus.“
Susanne Hauer, Standortleiterin der GuKPS Rohrbach, ergänzt: „Unsere Auszubildenden sind zwischen 17 und 54 Jahre alt. Sie kommen mit unterschiedlichstem Vorwissen und Berufserfahrungen, haben aber alle eines gemein - ihr Interesse an der Pflege. Aufgrund dieser Vielfalt ergeben sich spannende Möglichkeiten, voneinander zu profitieren.“
Vor allem seit viele Ausbildungen in Rohrbach auch in einer Teilzeitvariante angeboten werden, steigt das Interesse daran. Alleine in diesem Jahr starten 46 Auszubildende ihre Pflegekarriere am Standort Rohrbach. Aktuell werden dort 100 Personen unterrichtet: 85 in der Pflegefachassistenz, 15 in der Pflegeassistenz und 8 Personen absolvieren die Ausbildung zur Fach-Sozialbetreuung Schwerpunkt Altenarbeit. Insgesamt waren es im Laufe von 40 Jahren bereits mehr als 1.000 Pflegekräfte, die in Rohrbach-Berg ihr Rüstzeug erhielten.
Eine Rückkehrerin
Während sie von 2012 bis 2015 noch selbst an der GuKPS Rohrbach die Schulbank gedrückt hat, ist die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Doris Atzmüller nach praktischen Jahren in einem Linzer Spital vor gut einem Jahr als Ausbildnerin nach Rohrbach-Berg zurückgekehrt. Sie kennt deshalb das Schulleben dort aus jedem Blickwinkel: „Ich sehe mich nicht als typische Lehrerin, sondern vielmehr als Wegbegleiterin und Mentorin. Durch meine Erfahrungen aus der Pflegepraxis kann ich den Auszubildenden etwas fürs Leben mitgeben und die Entwicklungsprozesse verfolgen.“
Versprechen an die Gemeinschaft
Neben der GuKPS Rohrbach betreibt die OÖ Gesundheitsholding (OÖG) acht weitere Schulstandorte und ist mit ihren Regionalkliniken und dem Kepler Universitätsklinikum nicht nur die größte oö. Spitalsträgerin, sondern auch die größte Ausbildnerin in der Gesundheits- und Krankenpflege. „Dabei ist es unser Ziel einerseits den Auszubildenden eine professionelle und hochqualitative Ausbildung zu bieten. Andererseits sehe ich es gleichzeitig aber auch als Versprechen an die Gemeinschaft, durch die Ausbildung hochqualifizierter Pflegefachkräfte einen ganz wesentlichen Beitrag zu einer guten Gesundheitsversorgung leisten zu können. Und die Schule hier am Klinikum Rohrbach stellt dies bereits seit 40 Jahren unter Beweis“, betont Karl Lehner als Mitglied der OÖG-Geschäftsführung.


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