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Wolfgang Tenschert übergibt ärztliche Verantwortung für das Klinikum Rohrbach mit 1. März an Kostja Steiner

Petra Hanner, 14.02.2024 14:29

ROHRBACH-BERG. Der Wechsel an der ärztlichen Spitze des Klinikums Rohrbach steht kurz bevor: Mit 1. März übernimmt Primarius Kostja Steiner die Funktion des ärztlichen Direktors. Nach 35 Jahren Tätigkeit im Haus geht dessen Vorgänger, Primar Wolfgang Tenschert (67), in Pension. Neue stellvertretende Ärztliche Direktorin wird Primaria Pia Neundlinger.

Kostja Steiner (l.) folgt auf Wolfgang Tenschert (r.) als ärztlicher Direktor am Klinikum Rohrbach. (Foto: OÖG)

Der neue „Chef“ in medizinischen Belangen, der 43-jährige Wahl-St. Martiner Kostja Steiner, ist im Haus kein Unbekannter. Seit 2016 ist er am Klinikum Rohrbach Leiter des Instituts für Anästhesiologie und Intensivmedizin. 2020 übernahm er zudem die Stelle des stellvertretenden Ärztlichen Direktors und im Vorjahr folgte dann auch die medizinische Leitung des Notarztdienstes. „Schon als ich zum ersten Mal hierher nach Rohrbach-Berg ins Klinikum kam, zeigte sich, wie eklatant anders es hier ist, als in einem Großstadthaus, wo ich zuvor tätig war. Hier arbeiten wir mit Herz und Hirn zusammen! Als ärztlicher Direktor möchte ich diese Werte weiter in den Mittelpunkt meines Handelns stellen.“ Kostja Steiner ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Er liebt es zu reisen und zu kochen.

35 intensive Jahre

Tief verbunden mit dem Klinikum Rohrbach ist auch Wolfgang Tenschert, der in wenigen Tagen mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abschied nimmt: „Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen, dass ich zum ersten Mal das Haus betreten habe“, denkt er 35 intensive Jahre zurück. Damals absolvierte er in Rohrbach seine Turnusausbildung - und das Haus ließ ihn nie mehr los. Nach unterschiedlichsten Funktionen im Klinikum war er interimistischer Leiter der Abteilung Innere Medizin und in Folge Leiter des Departments bzw. der späteren Abteilung für Akutgeriatrie und Remobilisation. Der Geschäftsführer des Spitalsträgers OÖG (OÖ Gesundheitsholding), Franz Harnoncourt, bezeichnet Tenschert gar als den „Vater der Geriatrie“ am Standort Rohrbach-Berg. Mit Anfang des Jahres 2020 wurde er ärztlicher Direktor des Hauses.

In seinen vielen Jahren als Medizinier meisterte Wolfgang Tenschert viele Herausforderungen - eine blieb ihm besonders in Erinnerung: Nach der Tsunami-Katastrophe in Thailand begleitete er verletzte Opfer beim Heimflug nach Österreich.

Pandemie - eine besonders fordernde Zeit

Eine Herausforderung ganz anderer Art stellte für ihn die Corona-Pandemie dar, die er bereits als ärztlicher Direktor mit dem gesamten Team stemmte: „Als man mich fragte, ob ich die ärztliche Leitung übernehmen würde - hätte ich da schon gewusst, was auf mich zukommt, ich hätte wahrscheinlich gesagt 'Nein, danke!'“. Vor allem die Zeit, als Rohrbach für kurze Zeit „Corona-Weltmeister“ war (Mehr lesen unter: https://www.tips.at/nachrichten/rohrbach/land-leute/521159-corona-neuinfektionen-unruehmlicher-spitzenplatz-fuer-bezirk-rohrbach), war für das Team im Klinikum sehr fordernd: „Damals waren von 200 Betten im Haus 71 mit Corona-Patienten belebt und sehr viele davon verstarben auch. Das war damals für das Personal extrem belastend.“ Nichts desto trotz stand er seinem Nachfolger Kostja Steiner in den letzten Jahren bereits in Vorbereitung auf die folgende Übergabe als Mentor mit Rat und Tat zur Seite.

Führungskräfte aus dem eigenen Haus

OÖG-Geschäftsführer Franz Harnoncourt ist begeistert davon, dass die neue ärztliche Spitze im Haus aus den eigenen Reihen besetzt werden konnte: „Ich wünsche Kostja Steiner das Allerbeste und viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe. Er wird seine Kompetenz in den Dienst der Patientinnen und Patienten stellen und das Klinikum gemeinsam mit Pflegedirektorin Christa Kneidinger und dem Kaufmännischen Direktor Leopold Preining in eine gute Zukunft führen. Zudem freut es mich, auch, dass wir als zukünftige stellvertretende ärztliche Direktorin am Klinikum Rohrbach Primaria Pia Neundlinger, die Leiterin der Abteilung Kinder- und Jugendheilkunde am Klinikum, gewinnen konnten. Gerade auch Frauen in der Medizin in Führungspositionen bestellen zu können ist erfreulich und positiv.“


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