Wo Schulen zu Forschungspartnern werden: Bioschule Schlägl und Volksschule Lembach erhielten Young Science-Gütesiegel
AIGEN-SCHLÄGL/LEMBACH. Wie Wissenschaft im Schulalltag lebendig wird, zeigen die Bioschule Schlägl und die Volksschule Lembach eindrucksvoll vor: Beide Schulen wurden mit dem Young Science-Gütesiegel ausgezeichnet, da hier mit Forschungseinrichtungen zusammengearbeitet und aktiv geforscht wird.

Die Bioschule Schlägl hat Wissenschaft und Forschung nachhaltig in ihrem Schulprofil verankert und darf sich über das Gütesiegel, das seit 2012 vom Wissenschaftsministerium und dem OeAD (Agentur für Bildung und Internationalisierung) verliehen wird, freuen. Hier wird eng mit dem Biokompetenzzentrum Schlägl am selben Standort sowie weiteren Forschungseinrichtungen aus Österreich und Deutschland zusammengearbeitet. Die Jury lobte die vielfältigen und sehr aktuellen Initiativen im Forschungsbereich mit einer breiten Beteiligung der Schüler. Positiv hervorgehoben wurden die vielen „Hands-on Aktivitäten, die einen niederschwelligen Zugang zu naturwissenschaftlichen Themen ermöglichen.“
Wissen vermitteln und Neugier fördern
Für die Bioschule Schlägl – eine der wenigen ausgezeichneten Fachschulen in Österreich – ist die Verleihung eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges, Bildung, Innovation und ökologische Verantwortung miteinander zu verbinden: „Gemeinsam schaffen wir Lern- und Erfahrungsräume, in denen Neugier gefördert, Wissen vermittelt und Zukunft gestaltet wird. Wir wollen Zugang zur Forschung für jeden ermöglichen und sehen die Auszeichnung als Ansporn, auch weiterhin Brücken zwischen Wissenschaft, Bildung und Praxis zu bauen“, betonen Direktor Johann Gaisberger und Astrid Schauer, die das Gütesiegel in Wien entgegengenommen haben. Zugleich unterstreiche die Verleihung, wie wichtig das Biokompetenzzentrum an diesem Standort ist.
MINT, Bewegung, Ackerschule und Herzensbildung
Zu den insgesamt 42 ausgezeichneten Schulen in Österreich, davon neun aus OÖ, gehört auch die Volksschule Lembach. Diese verbindet „MINT, Bewegung, Ackerschule und Herzensbildung zu einem ganzheitlichen, praxisnahen Schulkonzept, das Kinder fachlich und persönlich stärkt“, wie es in der Anmoderation hieß. Die kleinste von der Jury ausgezeichnete Schule überzeugte die Jury durch „ein vielfältiges Engagement im Bereich des forschenden und digital unterstützten Lernens. Die VS Lembach zeigt eindrucksvoll, dass auch kleinere Schulen im ländlichen Raum wirkungsvolle MINT-Initiativen setzen können.“ Die gesamte Schulgemeinschaft ist eingebunden, außerdem hat sich seit mehreren Jahren die Kooperation mit externen Partnern, wie der JKU Linz und der Pädagogischen Hochschule OÖ, etabliert.
„Diese Auszeichnung bestätigt uns auf unserem Weg Forschung, innovative Bildung und kindliche Neugier zu vereinen und somit neue Lernwege zu beschreiten. Wir setzen bereits ab der 1. Klasse darauf, Erfahrungsräume zum Wachsen zu schaffen, denn Kinder sehen überall Magie, weil sie danach suchen“, freuen sich die Pädagoginnen über das Gütesiegel.








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