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Neues Spezialfahrzeug um 778.000 Euro für die Freiwillige Feuerwehr Schlägl

Mag. Jacky Stitz, 14.08.2026 09:06

AIGEN-SCHLÄGL. In den kommenden Tagen wird der Freiwilligen Feuerwehr Schlägl eines von vier neuen Tatra-Sonderfahrzeugen für Oberösterreich übergeben. Damit sollen Wald- und Vegetationsbrände bekämpft werden. 

Neue Spezialfahrzeuge stärken Feuerwehren bei Waldbränden. (Foto: Hermann Kollinger)
  1 / 3   Neue Spezialfahrzeuge stärken Feuerwehren bei Waldbränden. (Foto: Hermann Kollinger)

Das oberösterreichische Feuerwehrwesen wird mit vier geländegängigen Tatra-Sonderfahrzeugen für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung verstärkt. Die Fahrzeuge werden in den kommenden Tagen übergeben und den F-KAT-Waldbrandzügen in den vier Vierteln Oberösterreichs zugeordnet. Sie sollen insbesondere dort zum Einsatz kommen, wo herkömmliche Tanklöschfahrzeuge aufgrund schwieriger Geländeverhältnisse an ihre Grenzen stoßen.

Die Anforderungen an die Feuerwehren bei Wald- und Vegetationsbränden nehmen zu. Gerade bei länger anhaltender Trockenheit können sich Brände auf Wiesen, Feldern oder in Waldgebieten rasch ausbreiten. Heuer waren bereits 226 Wald- und Vegetationsbrände allein in Oberösterreich zu verzeichnen. Im selben Zeitraum 2025 waren es 129. Oberösterreich setzt deshalb bei der überörtlichen Unterstützung auf speziell ausgerüstete F-KAT-Züge für die Waldbrandbekämpfung. Diese werden nun aufgestockt. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Einheiten sind künftig vier neue Sonderfahrzeuge auf Tatra-Basis. Jeweils eines davon wird einem Waldbrandzug in einem der vier Viertel Oberösterreichs zugeordnet.

Die Kosten je Fahrzeug belaufen sich auf rund 778.000 Euro. Sie werden aus dem Katastrophenfonds finanziert. Die Ausrüstung der Fahrzeuge wurde mit Unterstützung des Waldfonds finanziert.

Geländegängige Unterstützung für die örtlichen Feuerwehren

Eine besondere Stärke Oberösterreichs ist das dichte Netz an Feuerwehren. Dadurch stehen bei Wald- und Vegetationsbränden in der Regel rasch örtliche Einsatzkräfte zur Verfügung, die mit den Gegebenheiten vor Ort bestens vertraut sind. Die spezialisierten Waldbrandzüge sind als überörtliche Unterstützung konzipiert und können bei größeren oder besonders anspruchsvollen Einsätzen zusätzlich alarmiert werden.

Jeder der vier F-KAT-Züge „Waldbrand“ soll in den kommenden Jahren mit einem geländegängigen Tatra-Sonderfahrzeug, einem Pickup mit spezieller Waldbrandausrüstung sowie einem geländegängigen Kleinfahrzeug, einem All Terrain Vehicle, ausgestattet werden. Die Verlagerung der Tatra-Fahrzeuge in den kommenden Tagen ist ein weiterer Meilenstein in der Waldbrandunterstützung in Oberösterreich.

Die neuen Tatra-Fahrzeuge sind als modifizierte Tanklöschfahrzeuge speziell für schwieriges Gelände ausgelegt. Sie können Löschwasser, Pumpen und Ausrüstung auch in Bereiche transportieren, die für herkömmliche Tanklöschfahrzeuge nicht mehr oder nur schwer erreichbar sind.

Damit erweitern sie die Möglichkeiten der Einsatzkräfte insbesondere bei Bränden in Wäldern, auf schwer zugänglichen Flächen oder in unwegsamem beziehungsweise gebirgigem Gelände.

Auch die Pflichtbeladung von Tanklöschfahrzeugen und Kleinlöschfahrzeugen wurde im Bereich Vegetationsbrand erweitert. Diese Fahrzeuge sind nun ebenfalls mit zusätzlicher Ausrüstung für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung ausgestattet. Damit werden die spezialisierten Waldbrandzüge durch entsprechend ausgerüstete örtliche Feuerwehren wirkungsvoll ergänzt.

Vier Fahrzeuge für Oberösterreich

Die vier neuen Tatra-Sonderfahrzeuge werden in den kommenden Tagen an folgende Feuerwehren übergeben:

  • Freiwillige Feuerwehr Eggelsberg, Bezirk Braunau
  • Freiwillige Feuerwehr Schlägl, Bezirk Rohrbach
  • Freiwillige Feuerwehr Oberdambach, Bezirk Steyr-Land
  • Freiwillige Feuerwehr Kemating, Bezirk Vöcklabruck

Diese Sonderfahrzeuge sind jeweils einem F-KAT-Zug zugeordnet und stehen künftig für Einsätze in ganz Oberösterreich zur Verfügung. Im Einsatzfall wird jener verfügbare F-KAT-Zug alarmiert, der dem Einsatzort am nächsten ist. Bei größeren Schadenslagen können auch mehrere Züge gleichzeitig eingesetzt werden.

Vielfältig einsetzbar

Die neuen Fahrzeuge sind allerdings nicht ausschließlich für Wald- und Vegetationsbrände vorgesehen. Ihre hohe Geländegängigkeit bietet auch bei anderen Katastropheneinsätzen Vorteile.

Nach Murenabgängen, Unwettern oder anderen Ereignissen kann die Infrastruktur so stark beschädigt sein, dass Einsatzstellen mit Standard-Feuerwehrfahrzeugen nicht mehr erreichbar sind. Auch in solchen Situationen können die Tatra-Sonderfahrzeuge eingesetzt werden.


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