Naturtipp im August: Hummeln – friedliche Brummer
Hummeln haben, von den Honigbienen einmal abgesehen, mehr Freunde als andere Hautflügler, sind sie doch relativ harmlose und friedliche Tiere. Jeder Laie kann Honigbienen und Hummeln gut voneinander unterscheiden.

Von den ersten warmen Frühlingstagen an bis in den Herbst hinein können Hummeln gut beobachtet werden. Die junge Wiesenhummel-Königin startet bereits Anfang März bei 0°C, wenn alle anderen Insekten vor Kälte noch starr sind, aus ihrem Winterquartier und sucht nach Blütenpollen und Nektar. Die dicht bepelzten Hummeln sind im Gegensatz zu den übrigen Bienen vor Kälte geschützt und können so ihre Körpertemperatur über einen längeren Zeitraum auf 35°C halten.
Königin gründet Nest
Die Königin beginnt alleine mit der Nestgründung, legt Eier ab und bebrütet sie, indem sie sich darauf setzt und durch Muskelzittern Wärme erzeugt. Nach etwa sieben Wochen schlüpfen die ersten Arbeiterinnen und kümmern sich um die Aufzucht des Staatsvolkes. Die Königin legt nur noch Eier, ein neuer Hummelstaat ist gegründet. Im Juni schlüpfen die jungen Königinnen und paaren sich mit den Drohnen.
Im August suchen sich die Jungköniginnen ihre Winterquartiere. Das „alte Volk“, das aus etwa 120 Arbeiterinnen und Drohnen und der Königin besteht, stirbt.
Unentbehrlich für die Landwirtschaft
Schon auf einem einzigen Sammelflug besuchen Hummeln bis zu 400 Blüten. Von den rund 70 auf Insektenbesuch angewiesenen Kulturpflanzen haben sich gut 35 Arten, etwa Erdbeeren und Paradeiser, auf den Besuch von Hummeln eingestellt. Insgesamt, so haben Wissenschaftler festgestellt, profitieren mindestens 100 weitere Tierarten von den Hummeln – und natürlich auch wir Menschen.
Auch die Hummeln zählen zu den großen Verlierern des Klimawandels!


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