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BEZIRK ROHRBACH. Geradezu paradiesisch ist das trockene Wetter heuer für den Borkenkäfer. Und deshalb vermehrt er sich besonders stark. Sind es in normalen Jahren zwei bis drei Generationen, die schlüpfen, könnten es in diesem sogar vier werden.

Foto: Weihbold
Foto: Weihbold

Stark betroffen sind generell Gebiete unter 600 bis 700 Metern Seehöhe, wo der Käfer sehr aktiv ist. In Rohrbach sind das speziell die südlichen Gebiete im Donauraum, wo es sehr wenige Niederschläge gab, aber auch der mittlere Teil des Bezirks.

Ziel: gesunde Mischwälder

Forstberater Christian Lamberg von der Landwirtschaftskammer erklärt: „Die Fichte ist sehr empfindlich gegen Sommertrockenheit. Das macht sie viel anfälliger. Die Lösung wären Mischwälder, in denen der Anteil der Fichte nur noch 20 bis 30 Prozent beträgt“, formuliert er das langfristige Ziel der Forstwirtschaft im Kampf gegen den Borkenkäfer. Die extrem große Menge an Schadholz kann von der holzverarbeitenden Industrie kaum mehr bewältigt werden, weshalb viele befallene Bäume nach der Ernte liegen bleiben und die Borkenkäfer dann erst recht wieder ausschwärmen können. Deshalb ersucht er Land- und Forstwirte: „Es sollten derzeit wirklich nur aktuell befallene Bäume geerntet werden, damit sich die Situation am Holzmarkt wieder entspannen kann.“

Das kann man tun

Außerdem können gezielte Maßnahmen helfen, dem Borkenkäfer Einhalt zu gebieten: „Befallene Bäume sollten wenn möglich in ein Trockenlager 500 Meter vom Wald entfernt gebracht werden. Außerdem sollte man sich eventuell über eine Entrindung Gedanken machen. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Begiftung mit Baumschutzmitteln oder begifteten Netzen. Dabei ist es ratsam, sich Unterstützung von Profis, wie etwa dem Maschinenring, zu holen“, empfiehlt Lamberg.


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