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Haben immer noch Zimmer frei: Volkshilfe und Kinderfreunde fordern Aufnahme von Flüchtlingskindern

Martina Gahleitner, 13.11.2020 05:40

BEZIRK ROHRBACH. Unverändert fordern Volkshilfe und Kinderfreunde die Aufnahme von Kindern aus Flüchtlingslagern.

Nach Schätzungen des Kinderhilfswerks Unicef harren noch immer über 1.500 Kinder alleine, ohne Schutz in einem der Lager auf Lesbos aus. Foto: Christos S/Shutterstock.com

Das Mühl-fun-Viertel in Klaffer, das derzeit aufgrund der Coronakrise keine Gäste beherbergt, ist nur eines von vielen Kinderfreunde-Häusern, in denen Kinder aus Flüchtlingslagern aufgenommen und betreut werden könnten. Dazu kommen viele leerstehende Flüchtlingsquartiere, zeigen Volkshilfe Rohrbach und Kinderfreunde Mühlviertel gemeinsam auf. „All diese freien Quartiere wurden der Bundesregierung mehrfach angeboten, unsere Angebote wurden bis zum heutigen Tag ignoriert“, ärgern sich Martin Kraschowetz, Vorsitzender der Kinderfreunde Mühlviertel, und Volkshilfe-Bezirksvorsitzende Ingrid Groiß. „Die Situation war und ist skandalös und wird ohne sofortige Hilfe skandalös bleiben.“ Auch Wochen nach den Bränden in Moria müssen tausende Menschen, darunter viele Kinder und Jugendliche, auf der Straße oder in menschenunwürdigen Lagern leben. Der bevorstehende Winter verschärft die Situation.

Möglichkeiten, Mittel und hilfsbereite Menschen

Volkshilfe und Kinderfreunde fordern daher erneut die „Aufnahme einer namhaften Anzahl unbegleiteter Minderjähriger in Österreich. „Wir haben Zimmer frei und die Möglichkeiten, die Mittel, die Erfahrung und auch viele hilfsbereite Menschen, um diesen Flüchtlingen zu einem würdigen Dasein zu verhelfen. Diese Aufnahme und Betreuung würde viel Leid lindern und keineswegs zu Lasten der heimischen Bevölkerung gehen“, ist Groiß überzeugt.

Tag der Kinderrechte

Kinder haben überdies auch ein Recht auf Hilfe: Artikel 31 der internationalen Kinderrechtskonvention spricht Kindern das Recht zu, dass die unterzeichnenden Staaten, darunter auch Österreich, das Recht der Kinder auf Ruhe, Frieden, Spiel, altersgemäße Erholung und freie Teilnahme am gesellschaftlichen Leben anerkennen und sich für dieses Recht einsetzen. Am 20. November jährt sich der Internationale Tag der Kinderrechte zum 31. Mal.


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