Leaderprojekt abgeschlossen: Ganze Region steht hinter Glasfaser-Ausbau
SARLEINSBACH/BEZIRK. Das regionale Breitband-Konzept steht. 14 Monate Bemühen um eine koordinierte, flächendeckende Versorgung mit Glasfaser sind somit abgeschlossen. Vorerst - denn jetzt wird auf Fördergelder gewartet, damit mit dem Ausbau auch tatsächlich begonnen werden kann.

Mit der Online-Abschlussveranstaltung am Mittwoch ging das Breitbandprojekt der Leaderregion Donau-Böhmerwald zu Ende. Als einzige Region in Österreich haben es die 37 Rohrbacher Gemeinden gemeinsam mit Herzogsdorf geschafft, die Nachfragen vollflächig zu bündeln und in allen Gemeinden eine Zustimmung von über 65 Prozent zu erreichen, lobte Volker Dobringer vom Breitbandbüro OÖ die regionalen Akteure. Denn diese haben in den letzten Monaten trotz Corona-Hindernissen die Bevölkerung von der Notwendigkeit des Ausbaus überzeugt. „Die Vorbereitungen sind erledigt, wir sind jetzt bereit für den nächsten Schritt“, wies Leader-Obmann LAbg. Georg Ecker auf den nächsten Fördercall hin.
Warten auf Access7
Während in einigen Gemeinden, die sich schon früher um das Thema Breitband angenommen haben, bereits Geld aus der Breitband-Milliarde des Bundes zugesagt wurde, gibt es im Bezirk Rohrbach nach wie vor rund 8.000 Gebäudepunkte, die noch unterversorgt sind. Für den Ausbau braucht es Fördergelder, die an konkrete Richtlinien von Bund und Land gebunden sind. Barbara Kneidinger, Geschäftsführerin der Leaderregion, informiert: „Aktuell warten wir auf die Ausschreibung Access 7 des Ministeriums, in dem die Voraussetzungen für die Förderfähigkeit bekannt gegeben werden. Dies findet voraussichtlich 2021 statt. Erst dann können die Provider konkretes Interesse an definierten Regionen bekunden und ihre Förderanträge einreichen. Ob diese Anträge dann Zuschläge erhalten ist wiederum von der Entscheidung der Förderstelle abhängig.“ Ziel sei es daher, die Gewichtung einer ganzen Region in den Vordergrund zu stellen und flankierende Maßnahmen für die Einreichungen der Provider zu setzen.
Weitere Unterstützung gesichert
Erste Gespräche mit möglichen Providern, die den Ausbau übernehmen und dann nach Fertigstellung ihre Glasfaser-Internet-Dienste anbieten, haben bereits stattgefunden. Finden sich für förderfähige Gebiete keine interessierten Provider, springt die Fiberservice OÖ ein. Koordinatorin Irene Rosenberger-Schiller betont, dass mit dem Projekt „eine großartige Basis gelegt wurde“. Wichtig sei jedoch, dass das Ganze weiterverfolgt wird. Der regionale Breitbandkoordinator Michael Fürthaller wird für die Gemeinden weiterhin Ansprechpartner sein.
Chancen durch Digitalisierung
Parallel dazu wird im Leaderbüro an der Konzeption eines Digitalisierungsprojektes gearbeitet, das konkrete Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung der Region mit Hilfe der Digitalisierung zu Tage bringen soll: Vor allem, welche ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Chancen die Digitalisierung im ländlichen Raum bieten kann. Dies kann von der Sicherung altersgerechter Wohnungen über digitalisierte Lehrlingsausbildungen bis hin zur virtuellen Sprechstunde gehen.
Ideen dazu bzw. auch weitere Interessensbekundungen sind im Leaderbüro herzlich willkommen (www.donau-boehmerwald.info)


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