Kleine Feier für das größte Haus: Lembacher Altenheim nach Umbau offiziell eröffnet

Hits: 530
Heimleiter Hubert Berndorfer, Bgm. Nicole Leitenmüller, LR Birgit Gerstorfer, LH-Stv. Christine Haberlander, SHV-Obfrau Wilbirg Mitterlehner, stv. RK-Landesgeschäftsleiter Thomas Märzinger, Bgm. a.D. Herbert Kumpfmüller (v.l.) bei der kleinen Feierstunde in Lembach.  Foto: Gahleitner
Heimleiter Hubert Berndorfer, Bgm. Nicole Leitenmüller, LR Birgit Gerstorfer, LH-Stv. Christine Haberlander, SHV-Obfrau Wilbirg Mitterlehner, stv. RK-Landesgeschäftsleiter Thomas Märzinger, Bgm. a.D. Herbert Kumpfmüller (v.l.) bei der kleinen Feierstunde in Lembach. Foto: Gahleitner
Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 27.07.2021 07:20 Uhr

LEMBACH. Schon seit knapp zwei Jahren sind die umfassenden Bauarbeiten abgeschlossen und es läuft der Normalbetrieb im modernen Alten- und Pflegeheim, Corona funkte aber bisher bei der Eröffnungsfeier dazwischen. Das hat man jetzt nachgeholt.

Baulärm und viel Staub prägten drei Jahre lang das Leben der Bewohner, der Mitarbeiter und auch der Angehörigen. Sie hätten es am meisten verdient, das Ende der Um- und Zubauarbeiten zu feiern, allerdings musste die Eröffnung Corona-bedingt ohne sie stattfinden. Das größte Heim, das Lembach mit 110 Dauer- und drei Kurzzeitpflegeplätzen ist, bekam nur eine kleine, aber dennoch feierliche Eröffnung. „Es ist ein großartig gelungener Bau, in dem sich die Bewohner mit Sicherheit sehr wohl fühlen“, betonte Sozialhilfeverbands-Obfrau Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner. Damit sprach sie nicht nur die hellen, großzügigen Räumlichkeiten oder die schönen Außenanlagen mit Demenzgarten an, sondern vor allem auch die liebevolle Pflege und Betreuung durch die insgesamt 102 Mitarbeiter. „Die Qualität der Pflege nimmt in all unseren Häusern einen hohen Stellenwert ein und wir beteiligen uns an vielen Projekten, Zertifizierungen und Bewertungen.“

Kinderbetreuung inklusive

Eine Besonderheit des Hauses ist die angebotene Kinderbetreuung direkt im Heim, die Müttern, Vätern oder auch Großmüttern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert. Derzeit werden zehn Kinder hier von Tagesmüttern betreut. Ziel sei es, in allen sechs Häusern des SHV Kinderbetreuung anzubieten, ergänzt Mitterlehner. Aktuell gibt es eine solche in Ulrichsberg, Lembach und ab Herbst auch in Kleinzell.

Ausreichend Personal

Dieses Angebot für die Mitarbeitenden ist auch ein Standortvorteil. Nachdem sich die Personalnot entspannt hat, steht dem SHV jetzt wieder ausreichend Pflegepersonal in allen Altenheimen zur Verfügung. „Wir denken aber in die Zukunft und weil Pensionierungen anstehen, soll im Herbst wieder eine Heimhelfer-Ausbildung mit anschließender Ausbildung zur Pflegefachassistentin im Bezirk angeboten werden“, kündigt Mitterlehner an.

Vom Alten- zum Pflegeheim

Derzeit bewohnen 70 pflegebedürftige Menschen das neue Altenheim in Lembach, damit sind drei der vier Wohngruppen belegt. Als das Haus 1988 in Betrieb genommen wurde, waren zwei Drittel der Bewohner noch rüstig, erinnerte Bürgermeister außer Dienst, Herbert Kumpfmüller. Der Pflegebedarf nahm aber stetig zu und die Räumlichkeiten etwa im Dachgeschoß waren dafür nicht geeignet. Deshalb wurde der Umbau notwendig. 

 

Bürgermeister-Sprecher Wilfried Kellermann aus Ulrichsberg ergänzte: „In den letzten 20 Jahren haben wir sämtliche Heime neu gebaut oder generalsaniert. Lembach ist jetzt der krönende Abschluss.“

Rotkreuz-Ortsstelle integriert

Gleichzeitig mit dem Altenheim wurde auch die Rotkreuz-Ortsstelle saniert und um Garagen, Waschbox und einen Hygieneraum erweitert. Die Lembacher Rotkreuzler rund um Ortsstellenleiter Klaus Fürst, der seit Start vor 30 Jahren aktiv ist, und Dienstführenden Stefan Wilhelm absolvieren jährlich 3.000 Ausfahrten mit rund 105.000 Kilometer.

Pflege ist ein Grundrecht

Zur Eröffnung des modernen Gebäudes stellten sich auch Landeshauptmann-Stv. Christine Haberlander und Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer in Lembach ein. Beide lobten das gelungene Werk und betonten, wie wichtig gute Rahmenbedingungen für die Pflege sind. „In Oberösterreich ist es unser oberstes Ziel, dass die Menschen gut und gesund leben und alt werden können. Das neue Altenheim macht sichtbar, dass hier ein Platz zum Wohlfühlen mit optimaler Betreuung geboten wird“, betonte Haberlander, die besonders von der integrierten Kinderbetreuung angetan war. Gerstorfer wies auf das Grundrecht der Menschen auf ein Altern in Würde hin, „Pflege muss jedem zur Verfügung stehen, der sie braucht.“ Gut ausgebildete Mitarbeiter geben die Sicherheit, dass Angehörige gut betreut und gepflegt werden und sie werde sich auch weiterhin die Offensive für Pflegeberufe fortführen.

Kommentar verfassen



Rennintensiver Samstag für BikeNext125-Radler

NIEDERWALDKIRCHEN. Die Crews von BikeNext125 Hackl Lebensräume waren am Samstag wieder unterwegs - und das mit Erfolg.

Schlepper mit syrischen Flüchtlingen gestoppt

ST. MARTIN/BEZIRK ROHRBACH. Im Gemeindegebiet von St. Martin stoppte die Polizei einen Schlepper mit sechs syrischen Flüchtlingen.

Augustin Keinberger feiert Diamantenes Priesterjubiläum

ULRICHSBERG. Am 12. September wurde in Ulrichsberg bei einem Dankgottesdienst das Diamantene Priesterjubiläum von Augustin Keinberger gefeiert. Einmal mehr wurde damit seine Arbeit als Seelsorger ...

Josef Eibl zeigt Farbe und Form

LEMBACH. Nach einigen Jahren Pause, stellt Josef Eibl wieder aus.

Grüne Liste will die Zukunft mitgestalten

AIGEN-SCHLÄGL. Neue und junge Gesichter haben frischen Schwung in die aktive Grüne Gruppe in Aigen-Schlägl (GLAS) gebracht, die man erstmals beim Begegnungsfest am Marktplatz kennenlernen ...

Tausend und zwei Nächte im Voi

ST. MARTIN. Orientalisch wird es im Voi, wenn am 8. und 9. Oktober zwei hochkarätige Künstlerduos für zwei Konzertabende ins Mühlviertel kommen.

Neues Rüstlöschfahrzeug für die FF Neustift

NEUSTIFT. Vor wenigen Tagen konnte die FF Neustift ihr neues Fahrzeug, ein Rüstlöschfahrzeug RLFA2000, bei der Firma Rosenbauer in Empfang nehmen.

18 Gemeinden schaffen Wohnformen für ältere Mitbürger

BEZIRK ROHRBACH. Im Bezirk macht man sich erneut auf den Weg, um eine Vorzeigeregion zu werden. Denn gleich 18 Gemeinden wollen innovative Wohnmodelle für ältere Menschen umsetzen.