33 Stars des Handwerks ins Rampenlicht gerückt
BEZIRK ROHRBACH. Helden und Heldinnen des Handwerks in Oberösterreich haben Autorin Karin Haas und Fotograf Volker Weihbold aufgespürt und in einem Buch zusammengefasst. Gleich vier davon kommen aus dem Bezirk Rohrbach.

Bewährte, oft jahrhundertealte Techniken werden von diesen „33 Stars des Handwerks“ hochgehalten. Gleichzeitig setzen sie auf Digitalisierung und innovative Techniken. „Ich bin ja eine alte Hääsin. Aber die Handwerk-Stars haben es geschafft, mich mit vergessen geglaubten Techniken und innovativem Wissen zu überraschen“, berichtet die OÖN-Redakteurin, Kolumnistin und Vielschreiberin Karin Haas, die sich auf die Suche nach den Handwerkshelden gemacht hat. Sie verspricht: „Auch die Leserinnen und Leser werden staunen.“
Sattelfest
Sattlermeisterin Christine Niedersüß ist eine der ausgesuchten Handwerksheldinnen: Acht Generationen brauchte es, bis eine Frau die Zügel in dem gut 300 Jahre alten Handwerksbetrieb in Rohrbach-Berg in die Hand genommen hat. Auf dessen Know-how setzt unter anderem auch die Spanische Hofreitschule. An die 800 Sättel verlassen jedes Jahr die Werkstatt am Stadtplatz und gehen hinaus in die ganze Welt.
Weißes Gold
Als Porzellan-Künstlerin hat die Arnreiterin Christine Mittermayr Einzug ins Buch gefunden. In ihrer „textpoterie“ entstehen edle, handgemachte Unikate; zudem veredelt die Keramikerin gebrauchtes Porzellan mit Texten oder bringt Farbe ins Porzellanleben.
Licht, Schatten und Zeit
Sonnenuhren haben Gernot Krondorfer in ihren Bann gezogen, der eine Werkstatt für ebendiese in Atzesberg betreibt. Jedes Werk ist bei ihm ein Unikat, gefertigt wird auf Bestellung. Das Urmaß der Zeit zeigt Krondorfer auf Stein-Findlingen – am liebsten auf Mühlviertler Granit –, aber auch mit Malerei auf Hauswänden.
Leinen-Flüsterer
Eine der letzten Leinen-Webereien Mitteleuropas ist jene der Familie Leitner in Ulrichsberg, die seit 1853 in bereits sechster Generation Stoffe aus Flachs herstellt. Diese wissen Gourmetrestaurants ebenso zu schätzen, wie Filmemacher – etwa für den neuen Sisi-Kinofilm. Während nach und nach immer mehr Textilindustrie in asiatische Länder abgewandert ist, wird bei Leitner Leinen übrigens auch noch im Haus genäht.


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