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NIEDERKAPPEL. Den Schwenk der SPÖ hin zur Befürwortung der Impfpflicht will die Niederkappler Ortsgruppe nicht mittragen. Der Vorsitzende tritt auf jeden Fall fix zurück - wie es mit der Partei weitergeht, wird bei einem Gespräch im Februar geklärt.

Der Schwenk der SPÖ-Bundespartei hin zur Impfpflicht findet bei der Niederkappler Ortsgruppe keine Zustimmung. (Foto: Weihbold)

„Immer wurde versprochen, dass die SPÖ gegen die Impfpflicht ist und dann hat sie sich total von der ÖVP kaufen lassen. Es wird auch keine andere Meinung zugelassen – dann wird man gleich an den rechten Rand gestellt“, ärgert sich Fraktionsobmann Franz Rotter. „Das passt einfach nicht zu den Sozialdemokraten.“

Die SPÖ habe es „eigentlich schon ewig“ in Niederkappel gegeben, meint Rotter. Damit könnte jetzt Schluss sein: Sieben der acht zur Wahl im Herbst angetretenen Mitglieder hören laut dem Ortsvorsitzenden auf, für die Austrittserklärungen wurde bei der Gemeinde bereits alles in die Wege geleitet. Rotter selbst sieht sich grundsätzlich nicht als Impfgegner, für ihn stellt sich jedoch die Frage, „worauf sich die Corona-Impfpflicht stützt. Es geht auch um die Grundrechte für die Bevölkerung, die sich unsere Eltern und Großeltern erkämpft haben. Wir sind im Begriff, alles zu verlieren“, meint der politisch engagierte Niederkappler, der seit 2013 in der Ortsgruppe aktiv war.

Gespräche über mögliche Fortführung

SPÖ-Bezirksvorsitzender Bundesrat Dominik Reisinger bedauert den Schritt von Franz Rotter: „Wir haben die persönliche Entscheidung des Ortsvorsitzenden, auch wenn sie uns leidtut, zur Kenntnis zu nehmen. Mit den übrigen Fraktionsmitgliedern sind Gespräche geplant, um die Nachfolge in der Fraktion und in der Ortspartei zu regeln“, hofft er doch noch auf eine Weiterführung der SPÖ in Niederkappel.


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