Bezirkshauptmannschaft Rohrbach appelliert: Fichtenbestände jetzt auf Borkenkäferbefall kontrollieren
BEZIRK ROHRBACH. Die Borkenkäferbestände in den Wäldern Rohrbachs finden momentan paradiesische Zustände vor. Das heiße Wetter gefällt den gefräßigen Biestern. Deshalb ruft die Bezirkshauptmannschaft Rohrbach dazu auf, die Borkenkäfersituation nicht zu unterschätzen.

Die hohen Temperaturen und die trockene Witterung in den letzten Wochen wirkten wie ein Turbo bei der Entwicklung der Borkenkäferarten. Die Brut der gefährlichen Arten Buchdrucker und Kupferstecher hatten ideale Bedingungen und profitieren vom Trockenstress der Fichten. Deshalb treten nun auch verstärkt befallene Bäume, meist in größeren Gruppen zu Tage. Betroffen sind fast alle Höhenlagen des Bezirkes. Die Bäume reagieren oftmals sehr spät mit dem typischen „Umfärben“, sodass sich die Schadinsekten unerkannt entwickeln können.
„Darum ist es nun ein Gebot der Stunde, die Fichtenbestände zu begehen und wöchentlich auf Befallsmerkmale zu kontrollieren! Der Forstdienst der Bezirkshauptmannschaft steht bei Fragen zum Thema gerne zur Verfügung“, so Bezirkshauptmann Valentin Pühringer.
Aufmerksam beobachten
Die eindeutigsten Merkmale sind: Ansammlung von Bohrmehl am Stammfuß, Fraßgänge unter der Rinde, abblätternde Rinde und Braunfärbung der Nadeln. Wird ein Befall festgestellt, so ist umgehend mit der Aufarbeitung zu beginnen oder unmittelbar Kontakt mit einem Schlägerungsunternehmer aufzunehmen. Befallenes Holz ist zügig aus dem Wald zu bringen, damit eine weitere Ausbreitung möglichst verhindert wird. Die verbleidenden Fichten sind laufend auf Neubefall zu kontrollieren.


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