Rohrbachs Landwirtschaft trotzt den Herausforderungen: Anpassungen sichern die Zukunft
BEZIRK ROHRBACH. Rohrbach zählt zu den bedeutendsten Agrarbezirken Oberösterreichs. Damit das auch so bleibt, setzt man hier auf gezielte Anpassungen an neue Herausforderungen. Das aktuelle Jahr zeigt, mit welchen Entwicklungen man langfristig rechnen muss und wie sich der Bezirk vorbereitet.

„Heuer war hoffentlich ein Ausnahmejahr. Das Futter ist vielfach knapp und wir haben sogar Betriebe, die ihren Rinderbestand deswegen halbieren mussten. Der Wiederaufbau wird dauern“, zeigt Bezirksbauernkammer-Obmann Martin Mairhofer die bittere Realität auf.
Der Zukunft aktiv begegnen
Doch gleichzeitig sind er und der OÖ Landwirtschaftskammerpräsident Franz Waldenberger zuversichtlich, dass die Milchwirtschaft im Bezirk den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist. „Seit langem schon wird an trockenheitsresistenten Züchtungen für das Grünland gearbeitet. Wir müssen unsere Flächen entsprechend anpassen und mit dem Klimawandel leben lernen. Dazu gehört, dass wir das Wassermanagement in unseren Betrieben auf neue Beine stellen müssen – Stichwort Brunnensanierung, Regenwassernutzung und Beschattung, um Verdunstung zu minimieren“, so Waldenberger.
Neue Chancen nutzen
Auf der anderen Seite ergeben sich für heimische Landwirte neue Chancen, denn: „Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass wir hier im Mühlviertel jemals Soja anbauen? Jetzt ist er schon seit ein paar Jahren da und kommt sehr gut mit den Bedingungen zurecht“, weiß Mairhofer, der die Pflanze selbst auf seinem Betrieb in Hofkirchen erntet.
Technisierung und Innovation schreiten voran
Die Zahl der Milchviehbetriebe im Bezirk liegt bei derzeit 658. Im Durchschnitt produziert jeder dieser Betriebe knapp 238.000 Kilogramm Milch pro Jahr. Zum Vergleich: 2003 waren es „nur“ 43.672 Kilogramm jährlich.
Auch die Technisierung sichert die Wettbewerbsfähigkeit. 2025 arbeitete schon in 176 Ställen im Bezirk ein automatisiertes Melksystem.
Ansprechpartner vor Ort
Besonders wichtig sind für die Landwirte die Ansprechpartner vor Ort in der Bezirksbauernkammer. „Jeder hier hat auch privat einen landwirtschaftlichen Hintergrund und unsere Experten helfen dort, wo es nötig ist. Gemeinsam mit der laufenden Weiterbildung über das Ländliche Fortbildungsinstitut und Netzwerke wie jenes der Bezirksbäuerinnen wird dafür Sorge getragen, dass Traditionen erhalten und die Zukunft der Landwirtschaft gesichert wird“, so Waldenberger und Mairhofer.








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