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ROITHAM/DESSELBRUNN. Der idyllische Traunfall lockt gerade bei Schönwetter viele Besucher an. Manche unterschätzen jedoch die Gefahren und ignorieren die Absperrungen: In den letzten drei Monaten mussten die Feuerwehren viermal Menschen aus teils lebensgefährlichen Situationen retten.

  1 / 4   Immer wieder müssen die Helfer Menschen aus gefährlichen Situationen am Traunfall bergen. Foto: FF Roitham

Der letzte Einsatz fand vor etwas mehr als einer Woche statt: Ein Mann stürzte direkt beim Holzsteg 15 Meter in die Tiefe und landete auf dem Betonfundament der Brücke. Der Verletzte musste in einem aufwändigen Einsatz mittels Hubschauber und Bergetau gerettet werden (zum Tips-Bericht). 

Menschen unterschätzen das Risiko

Herbert Zorn, Kommandant der Feuerwehr Roitham, führt die hohe Zahl der heurigen Einsätze auch auf das schöne Wetter zurück: „Meist sind es Auswärtige, die die schöne Gegend im Internet gesehen haben und die Situation nicht kennen.“ Vor allem der Zugang über die Desselbrunner Seite sei extrem steil. Das halte manche Menschen aber nicht davon ab, die Absperrungen zu überklettern, so Zorn.

Bekanntheit erlangte der Traunfall unter anderem durch zwei Tauchbasen, aber auch der Traunfallweg verlockt immer wieder Spaziergänger dazu, sich einen Weg zum Wasser zu suchen – mit oft gefährlichen Folgen.

Badeverbot am Überlauf

Riskant ist es übrigens auch, sich zum Baden und Sonnen im Bereich des Kraftwerksüberlaufs aufzuhalten – wo nicht ohne Grund ein generelles Badeverbot herrscht: „Bei einer Störung des Kraftwerks Traunfall kann hier das Wasser plötzlich mit bis zu 70 Kubikmeter pro Sekunde durchschießen und die Menschen einfach mitreißen“, warnt Zorn.


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