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SARLEINSBACH. Ausgehend vom Kompetenzzentrum am Haslhof in Fürling zieht die ecoforma-Bewegung weite Kreise und bietet gesunde Alternativen zum herkömmlichen Bauen an. Mit der neuen Marke ecomed konnten weitere Partner für das ehrgeizige Vorhaben gefunden werden und auch ein zweiter Standort in Kitzbühel steht kurz vor dem Start. Hier erfährt das Netzwerk rund um Obmann Alfred Ruhdorfer auch mehr Unterstützung als zu Hause im Mühlviertel.  

Alfred Ruhdorfer vor dem ecoforma-Holzmassivhaus, in dem 80 Prozent regionale Wertschöpfung stecken. Ausgehend von hier werden neue Partner gewonnen und neue Standorte aufgebaut. Foto: ecoforma

In Kitzbühel geben kaufkräftige Menschen nicht  nur  mehr Geld aus, sondern „wollen sich auch sehr bewusst mit der Umwelt und den Folgen unserer derzeitigen Ressourcenverschwendung auseinandersetzen“, weiß Alfred Ruhdorfer. „Internationale Konzerne unterstützen unsere kleine, im Mühlviertel entstandene Initiative, weil sie genau wissen, dass mündige Kunden künftig nur mehr echtes Tun und Handeln als gut bewerten.“ Gemeinsam mit Umweltmedizinerin Karin Grafl arbeitet der Produktentwickler und Baubiologe intensiv daran, weitere ecoforma-Regionen in Österreich und Deutschland zu etablieren. Zugleich wurde das Label ecomed entwickelt, das von 15 Firmenpartnern österreich- und deutschlandweit anerkannt und eingesetzt wird. Produzenten aus der Schweiz und Italien sollen bald folgen. „Mit der Marke ecomed werden wir auch bei großen Produzenten als sinnvoll und wichtig anerkannt. Da können wir jetzt nicht Halt machen“, begründet Ruhdorfer die Expansion, die früher als geplant erfolgte. 

Erfolgsgeschichte mit Abschied

Die Erfolgsgeschichte ist allerdings nicht ungetrübt: „Es ist eine Erfolgsgeschichte mit Abschied“, sagt Alfred Ruhdorfer und erklärt näher: „Für die Verwirklichung des Projekts ecoforma, eine ökologische Kreislaufwirtschaft zu praktizieren und den Kunden erleben zu lassen, mussten mehr finanzielle Mittel aufgewendet werden, als durch Förderungen zur Verfügung standen. Leider wird, wenn Geld im Spiel ist, oft um Zuteilungen gestritten. Das kostet Substanz und gefährdet die positive Energie, die in so großen Projekten und Zielen stecken. Alle Partner, die diese Verantwortung nicht mehr tragen konnten, bekommen die zusätzlich eingebrachten Mittel über einen längeren Zeitraum zurückerstattet“, informiert der Vereinsobmann. Weil Abschiede auch immer wieder neue Begrüßungen nach sich ziehen, freut er sich über die neuen Partner im Netzwerk.

Sein Wunsch wäre, dass künftig mehr Kindergärten, Schulen, Häuser, Büros, öffentliche Gebäude und Geschäfte in umweltverträglicher Art gebaut werden. „Das  Mühlviertel als Petrischale einer gesunden und vornachhaltigen Kreislaufwirtschaft kann und wird Vorreiter für viele Regionen in Europa sein“, ist der ecoforma-Gründer überzeugt. „Alles Wissen über Technik, moderne Baustoffe und neue Entwicklungen nützt nichts ohne den Faktor Mensch und Umwelt. Nur ein verträglicher Umgang mit unseren natürlichen, nachwachsenen Ressourcen auf allen Ebenen kann jetzt helfen, das Ruder herumzureißen und jene Ziele zu erreichen, die auf Klimagipfeln und Umweltkonferenzen vorgegeben werden.“ 

Informationen zu den laufenden Bildungsmaßnahmen, Schulungen und weiteren Aktivitäten gibt es regelmäßig aufwww.ecoforma.co.at


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