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Schärding/Ried. Mit seiner vermeintlichen Hilfsbereitschaft schoss sich der ehemalige Buchhalter einer Gemeinde aus dem Bezirk Schärding ein folgenschweres Eigentor. Der Mann stand wegen Untreue und Veruntreuung unter Ausnützung einer Amtsstellung vor dem Landesgericht Ried.
 

Nicht klar ist, ob auch die Feuerwehr finanziell geschädigt wurde. *Foto: Weihbold
Nicht klar ist, ob auch die Feuerwehr finanziell geschädigt wurde. *Foto: Weihbold
Weil er dem Fußballverein, bei dem er selbst Mitglied war, finanziell aus der Krise helfen wollte, soll ein  Buchhalter die Rechnungen des Vereins aus der Gemeindekassa bezahlt haben. Insgesamt sei ein Schaden von mehr als 32.000 Euro entstanden. „Ich habe Buchungen gemacht, die so nicht gehört hätten. Ich habe mich in etwas reinreißen lassen. Wohl aus Dummheit, weil ich geglaubt hatte, ich könnte dem Verein kurzfristig helfen“, erklärt der Angeklagte, der sich teilweise schuldig bekennt. Der Mann beteuerte, sich nie persönlich bereichert zu haben. Er wollte nur den Verein unterstützen. Dass bei dieser Aktion auch der Feuerwehr, bei der der Mann als Kassier tätig war, ein Schaden von mehr als 30.000 Euro entstanden sei, bestreitet der Angeklagte. Es gilt die Unschuldsvermutung. Dabei sollen Rechnungen der Fußballer von der Feuerwehr bezahlt, im Gegenzug aber wieder Gelder auf das Konto der Florianis als Ausgleich überwiesen worden sein. Am Ende hätte laut den Berechnungen der Verteidigung für die Feuerwehr sogar ein leichtes Plus herausgeschaut. Auch für Richterin Claudia Lechner gab es beim Konto der Feuerwehr keine Auffälligkeiten. Der Kommandant der Feuerwehr beharrte bei seiner Einvernahme jedoch darauf, dass auch seinem Verein ein finanzieller Schaden entstanden sei. Um dies klären zu können, müssen nun weitere Unterlagen  angefordert werden. Der Prozess wurde vertragt.

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