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Fahrrad-Diebstähle boomen – Polizei gibt Tipps für mehr Fahrradsicherheit

Elena Auinger, 19.05.2016 11:23

BEZIRK SCHÄRDING. Mit dem milden Frühlingswetter der vergangenen Wochen hat die Fahrradsaison begonnen und somit auch die Saison der Fahrrad-Diebstähle.

Zahlenschlösser sind für eine gute Sicherung des Fahrrades nicht geeignet. Symbolbild: Weihbold
Zahlenschlösser sind für eine gute Sicherung des Fahrrades nicht geeignet. Symbolbild: Weihbold

„Aktuell mussten wir bisher sechs Fahrrad-Diebstähle im Bezirk Schärding verzeichnen“, sagt Chefinspektor Erwin Eilmannsberger vom Bezirkspolizeikommando Schärding. Weiters gibt er an, dass es im Jahr 2014 zu 33 Fahrrad-Diebstählen kam und im Vorjahr sogar 45 Fahrräder von dreisten Dieben gestohlen wurden. Die Aufklärungsquote ist leider eher gering und liegt bei lediglich sechs Prozent.Um die Sicherheit für das eigene Fahrrad zu erhöhen und im Falle eines Diebstahles den Drahtesel eventuell sogar wieder zu bekommen, hat die Kriminalprävention der Polizei einige hilfreiche Tipps zusammengestellt.

Sicherheit für das Fahrrad

• Das Fahrrad stets mit einer geeigneten Fahrrad-Sicherung an einen festen Gegenstand anschließen – Wichtig: auch in Fahrradabstellräumen und Kellern

• Fahrradschlösser müssen stabil und lange genug sein, um das Fahrrad samt Rahmen an einem festen Gegenstand (Beispiel: Laternenpfahl, Fahrradständer) zu „verankern“. Panzerkabelschlösser sollten mindestens acht Millimeter stark und durch gehärtete Stahlhülsen geschützt sein

• Lediglich das Vorder- oder Hinterrad zu blockieren, reicht nicht aus.Welche Schlösser wirklich ihren Zweck erfüllen, erfährt man am besten aus Tests, wie sie etwa in einschlägigen Fachzeitschriften oder beim Verein für Konsumenteninformation (VKI) veröffentlicht werden.

Weiters gilt es laut Kriminalprävention zu beachten: Ungeeignet zur Sicherung von Fahrrädern sind beispielsweise Zahlenschlösser oder Schlösser, die lediglich Räder blockieren. Das Rad lässt sich ohne Mühe wegtragen oder verladen. Die Kriminal-Präventionsstellen, Schloss- und Schlüsseldienste sowie Fahrradfachgeschäfte stehen für Beratungen gerne zur Verfügung.

Fahrradpass

Um den Verbleib eines gestohlenen Fahrrades zu ermitteln, benötigt die Polizei alle verfügbaren Kennzeichen, mit denen sich das Fahrrad zweifelsfrei identifizieren lässt. Dafür sollte man sich die individuelle Rahmennummer sowie die Marke und den Typ seines Fahrrades notieren und gut aufbewahren. Die österreichische Polizei stellt hierfür kostenlos einen Fahrradpass zur Verfügung. Diesen sollte man unbedingt sorgfältig ausfüllen und gut verwahren, damit man im Ernstfall die Daten immer griffbereit hat. Den Fahrradpass kann man kostenlos auf der Homepage www.bmi.gv.at/praevention downloaden.

Außerdem stellen viele Händler beim Fahrradkauf einen herstellerseitigen oder polizeilichen Fahrradpass mit der individuellen Rahmennummer aus. Am besten einfach beim Kauf eines Fahrrades danach fragen. Vorsicht: Der Fahrradpass stellt keinen Eigentumsnachweis dar. Dennoch kann er gemeinsam mit dem Kaufvertrag und einem Farbfoto auch für Versicherungszwecke wichtig sein.

Individuelles Kennzeichen am Rahmen anbringen

Ein weiterer Tipp der Polizei ist, auf jeden Fall ein eigenes, individuelles Kennzeichen am Rahmen des eigenen Fahrrades anzubringen. Es empfehlen sich dazu etwa „unvergessliche“ Daten wie das eigene Kfz-Kennzeichen, das eigene Geburtsdatum oder die Initialen des eigenen Namens. Als Alternative bietet der Fahrradhandel vereinzelt aber auch bereits elektronische Kennzeichnungen an, bei denen ein Mikrochip im Fahrradrahmen die wesentlichen Daten des Fahrrades und des Eigentümers enthält.

Aber nicht nur das Fahrrad selbst sollte gesichert werden, sondern auch einzelne Fahrradteile. Zur Befestigung von Sattel, Vorder- und Hinterrad lassen sich die handelsüblichen Schnellspanner beispielsweise durch Fabrikate mit codierten Verschraubungen ersetzen. Diese sind nur mit dem passenden Zentralcodeschlüssel zu öffnen. „Bitte denken Sie aber daran, dass dieser Schlüssel auf keinen Fall in der Werkzeugtasche verstaut werden darf“, so die Spezialisten der Kriminalprävention. Bei Elektrofahrrädern ist es wichtig den Akku zu versperren oder mitzunehmen.

Teure Komponenten wie Fahrradcomputer oder Beleuchtung sollte man auf jeden Fall abnehmen und wertvolle Gegenstände sollten keinesfalls in einer Gepäcktasche oder am Gepäckträger zurückgelassen werden. Ein weiterer wichtiger Tipp der Polizei: Werkzeuge aus der Satteltasche nehmen. Diebe könnten es zum Knacken der Sicherung verwenden. Bei der Befestigung des Fahrrades auf dem Autodach gilt es Rahmen, Vorder- und Hinterrad mit einem Spiralkabel zu verbinden.

Die Spezialisten der Kriminalprävention stehen jederzeit gerne mit unabhängiger und kompetenter Beratung zur Verfügung.

Beratung:

Kriminalprävention, Nietzschestraße 33, 4020 Linz, Telefon: 059/13340

Auskünfte erhält man auch bei jeder Polizeiinspektion oder beim zuständigen Bezirkspolizeikommando Informationen im Internet unter http://www.bmi.gv.at/praevention


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