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Schärdinger Badeschluss ist abgesagt - Grüne Initiative zur Bäderrettung im Landtag beschlossen

Elena Auinger, 07.07.2017 11:27

BEZIRK SCHÄRDING. Beste Nachrichten zum Ferienstart: Gemäß der oö. Bäderstudie wären im Bezirk Schärding zwei Drittel aller Bäder in Gefahr gewesen - insgesamt sollten von 230 Freibädern in Oberösterreich nur 100 übrig bleiben. Dieser Kahlschlag ist vorerst vom Tisch, die Grüne Initiative zur Rettung der Bäder wurde jetzt im Landtag beschlossen.

Severin Mayr kämpft für den Erhalt der oberösterreichischen Bäder.
Severin Mayr kämpft für den Erhalt der oberösterreichischen Bäder.

„Die besten Nachrichten kommen rechtzeitig zum Ferienstart“, freut sich der Grüne Sportsprecher Severin Mayr: Die Grüne Initiative zur Rettung der Badeanlagen ist diese Woche auch vom Landtag beschlossen worden. Statt Bäder einfach zu schließen, soll jetzt ein in Programm zur Sanierung und Erhaltung der Frei- und Hallenbäder ausgearbeitet werden. „Unsere Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt, der Bezirk Schärding kann aufatmen“.

Kahlschlag war geplant

Mit einer Umsetzung der sogenannten Bäderstudie des Landes OÖ wäre ein massiver Kahlschlag bei den heimischen Bädern bevorgestanden. In der Studie wird eine drastische Reduzierung von derzeit 230 (144 klassische Freibäder, 86 Natur- bzw. Strandbäder) auf etwa 100 Standorte bis zum Jahr 2025 empfohlen. Konkret sollte auf 15.000 Einwohner bei einer Erreichbarkeit binnen 15 Kilometern nur mehr ein Freibad kommen. „Das hätte bedeutet, dass in Oberösterreich mehr als jedes zweite Freibad geschlossen werden müsste“, zeigt Severin Mayr auf.

Bezirk Schärding stark betroffen

Besonders der Bezirk Schärding mit seinen rund 57.000 Einwohnern und insgesamt zwölf Freibadeanlagen wäre davon stark betroffen gewesen. Hier hätten zwei Drittel aller Bäder zusperren müssen. Da laut Bäderstudie vorrangig Strandbäder mit touristischer Bedeutung erhalten bleiben sollen, wären Gemeinden ohne Badeseen von den Schließungen besonders betroffen gewesen.

Erhalten statt schließen

Diese Pläne sind vom Tisch- jetzt kommt ein Erhaltungskonzept statt Schließungsplan. Mit dem einstimmigen Beschluss im Landtag haben wir diese Pläne nun stoppen können. Stattdessen wird nun ein Programm zur Sanierung und Erhaltung unserer Frei- und Hallenbäder ausgearbeitet. Und jetzt heißt es dranbleiben“, stellt Mayr klar.

Jedes Kind soll schwimmen lernen

„Ob sportliches Training, Schulschwimmern, Gesundheitsförderung und Reha oder einfach nur Badespaß – ein bestmögliches und regional ausgewogenes Angebot an Badeanlagen für die Oberösterreicher ist dringend sicherzustellen. Zudem können Schulen schon heute ihren Lehrauftrag nicht mehr nachkommen, weil das nächste Frei- oder Hallenbad zu weit entfernt liegt. Hier müssen wir gegensteuern. Wer Bäder schließt, um Kosten zu senken, handelt verantwortungslos“, so Mayr.


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