Arbeiterkammer Schärding erkämpft rund 1,6 Millionen Euro für Arbeitnehmer
BEZIRK SCHÄRDING. Im vergangenen Jahr wandten sich 3163 AK-Mitglieder mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen an die AK Schärding. Vor allem die telefonische Rechtsberatung hat sich bestens bewährt: Dem Großteil der 2338 Anrufer wurde sofort geholfen. Zu einem persönlichen Beratungsgespräch sind im Vorjahr 825 Arbeitnehmer in die Bezirksstelle Schärding gekommen.

Bei vielen Arbeitsrechtsproblemen ist es mit der Beratung nicht getan. Die AK muss bei den Arbeitgebern intervenieren, und wenn auch das nicht hilft, vor Gericht gehen, um den Arbeitnehmern zu ihrem Recht zu verhelfen. Im Vergleich zu 2016 ist die Anzahl der Rechtsfälle nahezu gleich geblieben. Durch außergerichtliche Interventionen wurden im Vorjahr 59.755 Euro an vorenthaltenem Entgelt eingebracht. Durch Rechtsvertretung vor dem Abeitsgericht wurden 259.600 Euro erkämpft. Die meisten Rechtsakte mussten für Beschäftigte im Hotel- und Gastgewerbe angelegt werden, gefolgt von der Gebäudereinigung, der Arbeitskräfteüberlassung und dem Handel. In einem außergewöhnlichen Fall erkämpfte die AK Schärding vor Gericht 55.000 Euro. Der kleinste erstrittene Betrag machte 64,90 Euro aus.
Hauptgründe für Gerichtsverhandlungen
Die Hauptgründe, warum die AK für ihre Mitglieder in Arbeitsrechtsfragen vor Gericht gehen muss, sind Differenzen um die Endabrechnung bei der Beendigung von Arbeitsverhältnissen, gefolgt von vorenthaltenem laufendem Entgelt und der Anfechtung von fristwidrigen Kündigungen und ungerechtfertigten Entlassungen. In 62 Sozialrechtsangelegenheiten erstritt die AK Schärding im vergangenen Jahr 1.190.482 Euro. Dabei ging es hauptsächlich um Pensionsansprüche (Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension) und Pflegegeld.
Insolvenz im Bezirk
Die einzige Insolvenz des Jahres 2017 im Bezirk Schärding mit mehr als einem Mitarbeiter betraf die Firma Ingenieur-Holzbau Brand-stötter mit vier Beschäftigten. Insgesamt wurden für acht Arbeitnehmer aus dem Bezirk, die von einer Insolvenz betroffen waren, 54.224 Euro durchgesetzt.


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