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Prozess gegen Wöginger wird neu aufgerollt

Alexander Kobler, 10.12.2025 14:17

SIGHARTING/LINZ. Es ist die nächste Wendung in einen schier endlos währenden Posse rund um den Sighartinger VP-Klubobmann August Wöginger. Nachdem der Prozess, bei dem es um den Vorwurf des Amtsmissbrauchs bei einer Postenvergabe geht, im Oktober zunächst mit einer Diversion gegen Wöginger und zwei mitangeklagte Finanzbeamte geendet hatte, wird die Causa nun neu aufgerollt.

ÖVP-Klubobmann August Wöginger muss sich erneut vor Gericht verantworten. (Foto: Parlamentsdirektion/Thomas Topf)

Wie das Oberlandesgericht Linz mitteilt, hat das Oberlandesgericht Linz der Beschwerde der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwalt (WKStA) stattgegeben. Die WKStA hatte der Diversion zunächst selbst zugestimmt, wurde nun aber von der Oberstaatsanwaltschaft angewiesen, gegen den Urteilsspruch Beschwerde einzulegen. Dieser wurde durch das Oberlandesgericht nun stattgegeben. Wie aus einem Schreiben des Gerichts hervorgeht, wird mit einer Prozessfortsetzung im ersten Quartel 2026 gerechnet. Ersten Informationen zufolge könnte der Prozess schon zeitnah nach Jahreswechsel starten. 

Nach dem Diversions-Urteil im Oktober hatte die ÖVP noch geschlossen hinter Klubobmann Wöginger gestanden. Wie es um die Rückendeckung nun bestellt ist, bleibt noch abzuwarten. Im Strafverfahren geht es, wie mehrfach berichtet, um den Vorwurf der Einflussnahme in die Vergabe der Leitung des Finanzamts Braunau im Jahr 2017 gegen Wöginger und zwei Finanzbeamte. Die Geldstrafen aus dem Diversions-Urteil hatten alle drei Angeklagten bereits beglichen.


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