Baufortschritt des Bestandsausbaus Halsgraben

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Thomas Leitner Thomas Leitner, Tips Redaktion, 12.09.2019 15:18 Uhr

ST.KONRAD/SCHARNSTEIN. 8,9 Millionen Euro werden in die Steigerung der Verkehrssicherheit in St. Konrad und Scharnstein investiert.

Die B 120 Scharnsteiner Straße weist im Gemeindegebiet der Gemeinden St. Konrad und Scharnstein im Projektbereich des „Bestandsausbau Halsgraben“ eine ungünstige Linienführung und schlechte Sichtweiten auf. Der Streckenabschnitt liegt in starker Hanglage (im sogenannten „Halsgraben“ steigt die Straße um rund 40 bis 50 Höhenmeter an). Aufgrund der schwierigen geologischen Bodenverhältnisse und dem fehlenden Entwässerungssystem traten in der Vergangenheit immer wieder Rutschungen im Bereich der Böschungen und in weiterer Folge Setzungen und Verformungen der Fahrbahn auf. „In der Vergangenheit wurden laufend punktuelle Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen vorgenommen, welche jedoch immer nur von kurzer Wirkungsdauer waren. Wir haben uns deshalb für einen Bestandsausbau entschieden, da dieser langfristig die einzig zielführende Lösung darstellt“, sagt Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner.

Im Zuge der Arbeiten wird die B 120 auf einer Länge von rund 1,8 Kilometern an die Anforderungen des heutigen Verkehrsaufkommens angepasst. Der Ausbau erfolgt, bis auf den Bereich in dem ein verkehrstechnisch ungünstiger Kurvenabschnitt entschärft wird, ausschließlich am Bestand. Durch die neue Trassierung kann die Linienführung abschnittsweise gestreckt werden, sodass sich insbesondere die Sichtweiten gegenüber dem Bestand wesentlich verbessern. Zusätzlich wird durch die Schaffung einer durchgängigen Fahrbahnbreite von sieben Metern eine deutliche Verbesserung für den Begegnungsverkehr von Lastfahrzeugen in den Kurvenbereichen erreicht. Außerdem wird über den gesamten Projektabschnitt ein funktionierendes Entwässerungssystem errichtet (getrennt nach Hangwässern und Straßenwässern). Besonders die kontrollierte Fassung und Ableitung der Hangwässer wird zukünftig für eine großräumige Stabilität des Geländes sorgen.

Im Zuge des Ausbaus werden auch einige aus verkehrstechnischer Sicht äußerst ungünstige Grundstückszufahrten, welche bisher direkt in die B 120 eingebunden waren, geschlossen und gebündelt über zentrale Knotenpunkte wieder an die B 120 angebunden. Weiters werden die beiden betroffenen Güterwege Dürnberg und Halsgraben neu angebunden.

Der Baubeginn erfolgte am 24. September 2018. Bereits im Jahr 2018 wurden die Nebenwege, welche für die Umleitung des PKW-Verkehrs erforderlich sind, errichtet. Weiters wurde bereits im Dezember 2018 mit den ersten Schlägerungsarbeiten begonnen.

Die Hauptarbeiten im Halsgraben werden seit 18. Februar 2019 bis Ende Dezember 2019 durchgeführt. Während dieser Zeit ist der Bereich Halsgraben komplett für den Verkehr gesperrt. Die Umleitung für Kraftfahrzeuge über 3,5 to erfolgt großräumig über Vorchdorf und Pettenbach. Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen werden über eine lokale Umleitung (Gemeindestraße) im Einbahnsystem mit verkehrsabhängiger Ampelregelung umgeleitet. Ende Juli 2019 wurde mit der Dammschüttung sowie dem Aushub des Straßenkörpers begonnen. Derzeit werden die Hangsicherungsarbeiten mittels Anker und Stahlgitter ausgeführt. Voraussichtlich im November 2019 erfolgen die Asphaltierungsarbeiten auf dem derzeit gesperrten Teilstück. Die Verkehrsfreigabe für diesen Abschnitt wird kurz vor Weihnachten 2019 stattfinden. Ab diesen Zeitpunkt wird die Totalsperre aufgehoben. Im Jahr 2020 werden dann noch die restlichen rund 500 m des Bauloses im Gemeindegebiet von St. Konrad ausgebaut.

„Die Fertigstellung der Bauarbeiten ist nach derzeitigem Stand für Ende Mai 2020 geplant, wobei dies auch von den Witterungsverhältnissen abhängig ist“, sagt Landesrat Steinkellner.

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