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Online Redaktion, 20.02.2020 08:25

BEZIRK SCHEIBBS. Ein neues Online-Service unterstützt Gemeinden und Gartenfans auf der Suche nach dem passenden Baum.

Katja Batakovic (fachliche Leiterin von „Natur im Garten“) und Landesrat Martin Eichtinger bei der Präsentation des „Natur im Garten“ Baumnavigators " www.willbaumhaben.at". (Foto: NLK Filzwieser)

Der Klimawandel stellt Gärten und Grünräume vor die Aufgabe, auf steigende Temperaturen und sich ändernde Umweltbedingungen zu reagieren. Ein Baum wirkt dem entgegen, er kann bis zu zehn Klimaanlagen ersetzen. Jetzt gibt es eine Service-Website von „Natur im Garten“ für alle Gemeinden und Gartenbesitzer: „Auf www.willBAUMhaben.at können Gartenfans und Gemeinden anhand von elf Kriterien aus über 150 Bäumen auswählen“, so Landesrat Martin Eichtinger. Auf einen Blick ist zu sehen, welcher Baum für die Grünflächen oder Gärten am geeignetsten ist.

Die 11 Auswahlkriterien im Überblick: Höhe, Wuchsform, Wuchsstärke, Ökologischer Wert, Lichtansprüche, Schattenwirkung, Klimatoleranz, Frosthärte, Salzverträglichkeit, Wurzelsystem und Allergene Wirkung.

Bäume werden oft als natürliche Klimaanlage und grüne Lunge bezeichnet. „Durch die Regulation von Temperatur, Feuchtigkeit und Windgeschwindigkeit sorgen Bäume für ein angenehmes Mikroklima und steigern so unsere Lebensqualität“, weiß Landesrat Martin Eichtinger.

Steigende Temperaturen: 2018 und 2019 Hitze-Rekordjahre

13 der 15 wärmsten Jahre in der 252-jährigen Messgeschichte waren nach der Jahrtausendwende. Das wärmste Jahr war 2018, 2019 liegt auf Rang drei. „Natur im Garten“ hilft durch Beratung bei der Baumauswahl. Um jedoch geeignete Baumarten auszuwählen, ist es von besonderer Bedeutung die Standortbedingungen wie Licht/Schatten, Bodenbeschaffenheit und die klimatischen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Nur dann werden Bäume über Jahrzehnte hinweg gesund und prächtig gedeihen.

„Bäume spielen für Klimawandelanpassung und Biodiversität eine besonders wichtige Rolle“, weiß Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“. Daher finden sich mehrheitlich Bäume in der Datenbank, die ökologisch wertvoll sind und einen hohen Beitrag zur biologischen Vielfalt leisten. „Wir können aktiv auf den Klimawandel reagieren, indem wir bestehende Bäume erhalten und, wo immer es möglich ist, neue pflanzen“, so Batakovic. Ist der Boden frostfrei, kann im Frühjahr mit der Pflanzung des Wunschbaumes gestartet werden.


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