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SIERNING. Das monatelange Tauziehen um die Widmung von ca. 20 Hektar Ackerland in Betriebsbaugebiet entlang der Westumfahrung in der Marktgemeinde Sierning ist nun beendet. Die zuständigen Stellen im Land Oberösterreich haben der Marktgemeinde die Umwidmung untersagt. 

Die Bürgerinitiative hat sich durchgesetzt. An der Sierninger Westumfahrung wird es kein neues Betriebsbaugebiet geben.

„Nach einem langen Verfahren mit vielen Gesprächen und Verhandlungen mit verschiedenen Abteilungen des Landes OÖ ist am Ende seitens des Landes nur ein Grund für die Untersagung übrig geblieben“, ärgert sich Bürgermeister Manfred Kalchmair (SPÖ). Und zwar erfolgt die Untersagung ausschließlich mit der Begründung, dass durch die Ansiedlung von Betrieben wertvolle Ackerflächen verloren gehen würden.

Aus für neue Arbeitsplätze

Das endgültige Aus für neue Betriebe und Arbeitsplätze für Sierning stößt beim Bürgermeister und den Sozialdemokraten auf starkes Unverständnis. „Bei der geplanten Widmung geht es um nicht einmal ein Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in unserer Gemeinde“, argumentiert Vizebürgermeuster Helmut Reiterer. „Das wiegt aber offenbar schwerer als die Schaffung von bis zu 500 neuen Arbeitsplätzen. Unverständlich ist auch, dass gerade in Sierning mit diesem Argument eine Betriebsansiedlung untersagt wird, während zur gleichen Zeit in anderen Gemeinden im Bezirk Umwidmungen genehmigt werden.“

Wachsende Gemeinde

„Wir sind eine wachsende Gemeinde und werden bald an die 9.500 Einwohner haben“, streicht SP-Vorsitzender Bernhard Bräuer hervor. „Eine so große Gemeinde braucht auch eine entsprechende wirtschaftliche Basis, damit wir unsere Bevölkerung auch in Zukunft mit wichtigen Leistungen wie zum Beispiel Kinderbetreuung, Altenpflege, modernen Schulen, Freizeiteinrichtungen versorgen können. Mit dieser Entscheidung des Landes wird unserer Gemeinde eine ganz wichtige Zukunftschance genommen.“

Bis zuletzt optimistisch

Bürgermeister Kalchmair weist zusätzlich darauf hin, dass durch die Entscheidung des Landes die Attraktivität des Betriebstandortes Sierning leidet. „Wir hätten die neuen Flächen nicht nur für zusätzliche Betriebe gebraucht. Sie wären dringend notwendig gewesen, damit wir bereits in Sierning ansässige Betriebe bei uns halten können. Es gibt für unsere erfolgreichen Unternehmen zu wenig verfügbare Flächen, damit sie in unserer Gemeinde weiter wachsen können.“ Kalchmair war bis zuletzt optimistisch, dass eine Genehmigung durch das Land erzielt werden kann. „Wir konnten sogar mit der Verkehrsabteilung eine Lösung bei der Anbindung des Betriebsbaugebietes an die B122 erzielen. Außerdem hätte es für das neue Betriebsbaugebiet bereits einen konkreten Interessenten gegeben mit mehr als 100 Arbeitsplätzen. Dieser hätte auch bei der Vorfinanzierung der Infrastruktur unterstützt. Aber leider zählten alle diese guten Argumente am Ende nicht.“ 

Schlussstrich ziehen

Trotz der großen Enttäuschung über die Entscheidung des Landes möchten die Sierninger Sozialdemokraten einen Schlusstrich unter das Thema ziehen. „Wir verstehen die Entscheidung des Landes absolut nicht, müssen sie aber zur Kenntnis nehmen. Einen erneuten Anlauf für eine Umwidmung in diesem Bereich wird es daher von unserer Seite nicht mehr geben“, bestätigt SP-Vorsitzender Bräuer. 

1150 Unterschriften gesammelt

Die „Bürgerinitiative für ein lebenswertes Sierning“ hatte 1.150 Unterschriften gegen das geplante Betriebsbaugebiet gesammelt und erhielt Unterstützung von der ÖVP und der FPÖ.


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Sirnicharin
Sirnicharin
16.09.2018 14:40

Ich freu mich! Gott sei Dank bleibt das Naherholungsgebiet erhalten! In Sierning wird sonst eh alles zugepflastert (Lidl- dort ist es schon egal, aber das Hochhaus beim Sierninger Bacherl ist eine absolute Katastrophe!)

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8los
8los
14.09.2018 19:20

Sieg der Vernunft

Bravo! Für Sierning!