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ST. GEORGEN/REITH. 41 Stimmen waren das Zünglein an der Waage um das Amt des Bürgermeisters in der 549-Seelen-Gemeinde St. Georgen am Reith. Und diese schlugen für die ÖVP aus, die die nächsten fünf Jahre – nach 25 Jahren SPÖ-Führung – den Bürgermeister stellen wird. 

Das große Vorbild von Sepp Pöchhacker ist Sebastian Kurz. Foto: ÖVP Reith
  1 / 2   Das große Vorbild von Sepp Pöchhacker ist Sebastian Kurz. Foto: ÖVP Reith

Mit acht Mandaten ist die ÖVP mit einem Mandat mehr als die SPÖ im Gemeinderat vertreten. ÖVP-Spitzenkandidat Josef Pöchhacker hält am Versprechen, dass er vor der Wahl abgegeben hat fest: „Birigt Krifter wird meine Vizebürgermeisterin. Wir haben immer gesagt, dass Zusammenarbeit auch gelebt werden muss. Dass wir nach 25 Jahren wieder das Bürgermeisteramt übernehmen können, war ein Stück harte Arbeit. Aber unser Engagement hat sich gelohnt.“ Einen Einfluss auf die Wahl durch die Zweitwohnsitzwähler sieht Pöchhacker nicht. Im Jahr 2015 waren 629 Personen wahlberechtigt, 2020 nur mehr 520, nachdem es einige Streichungen aus der Wählerliste gegeben hat.

Zu kurze Amtsperiode

SPÖ-Spitzenkandidatin Birgit Krifter nimmt das Wahlergebnis gefasst: „Was soll man sagen? Ich hatte, glaube ich, zu wenig Zeit. Eineinhalb Jahre sind einfach zu kurz, um sich zu etablieren. Eine Ursache an sich lässt sich für mich nicht ausmachen. Ich weiß, was wir die letzten eineinhalb Jahre geleistet haben. Es war für mich eine sehr intensive Zeit, mit vielen Herausforderungen, aber auch tollen Erfahrungen. Ich habe jedenfalls mein Bestes gegeben.“

Projekte vollenden

Birgit Krifter bleibt als Vizebürgermeisterin dem Gemeinderat erhalten. Warum sagt uns die scheidende Bürgermeisterin: „Ich möchte  meine Projekte weitermachen. Es waren ja einige, die ich auf die Beine gestellt habe. Mein Blindenheim-Projekt Green Care, das möchte ich in jedem Fall vollenden.“ 

Green Care

Unter Green Care versteht man alle Aktionen, die die positive und unterstützende Wirkung der Natur, von Tieren und Pflanzen nutzen, um Menschen zu helfen und sie zu fördern: körperliche und seelische Gesundheit, soziale Gegebenheiten, pädagogische Maßnahmen und die persönliche Entwicklung. Bekannte Beispiele sind etwa tiergestützte Interventionen, Gartentherapie, oder Lernort Bauernhof.


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