Theaterperformance mit der Sprache des Körpers
ST. GEORGEN/GUSEN. Das syrische Ehepaar Fatina Saleh und Mazen Muna vereinte bei einem Begegnungsabend im Johann Gruber Pfarrheim Schauspielkunst und exzellente Pantomime zu einer unvergleichlichen Theaterperformance.

Christoph Freudenthaler, Vorsitzender des „Papa Gruber Kreises“ begrüßte ein internationales Publikum im vollen Pfarrsaal und freute sich sichtlich auf die Darbietung einer „urmühlvierlerisch-syrischen Edelmischung“. Das Programm begeisterte durch komödiantische Leichtigkeit, waghalsige Akrobatik und wortlosem Humor. Unterstützt wurden die syrischen Pantomimen mit Klängen und Musik des Mühlviertler Musikers Peter Chalupar.
Orientalischer Tanz und alpine Klänge
Sechs Szenen widmeten sich Themen wie Liebe, Geduld, Herausforderung oder Kreativität und erzählten ohne Worte von unterschiedlichen Alltagssituationen. Das Publikum litt mit einem jungen Mann, der vergeblich auf seine Freundin wartete. In einer weiteren Szene hörte das Warnsignal bei einer Kontrollstation erst auf, als auch das Hirn abgegeben wurde. Das Lachen blieb im Hals stecken, als Fatina Saleh und Mazen Muna in „Syrien“ ihre von Gewalt geprägte Geschichte darstellten. Die beiden waren nach ihrer Flucht in Traiskirchen untergebracht und haben in Windhaag bei Freistadt auf ihren Asylbescheid gewartet, der vor zweieinhalb Jahren positiv ausgefallen ist. Ein humorvolles Ende fand der Abend mit der umjubelten Zugabe, als die beiden Pantomimen die Szene „Der Maler“ wiederholten: eine Darbietung, in der sie ganz unterschiedliche Ansichten von Malern über Kunst darstellten und die auf brillante Weise Pantomime, Tanz und Musik vereinte.


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