Ausstellung "Hochwasser - 20 %" soll Politiker, Beamte und Bevölkerung wachrütteln
BEZIRK. Mit einer Enquete und einer Podiumsdiskussion wurde kürzlich die Ausstellung „Hochwasser –20%“ im Österreichischen Parlament in Wien präsentiert. Mit dieser will man nun auch in Oberösterreich für einen „Integrierten Hochwasserschutz“ ein breiteres Bewusstsein schaffen.

Einer der Initiatoren der Ausstellung ist Gottlieb Soriat aus St. Georgen an der Gusen, Gründer der Initiative BINGHOSCH und Vorstand des DV-Donau e.V. Der spannende Inhalt der Ausstellung: Durch viele kleine Maßnahmen und Renaturierungen im Oberlauf der Flüsse können gewaltige Wassermassen zurückgehalten werden. „Das Hochwasser macht keinen Unterschied zwischen politischen Ansichten, Stand und Konfessionen“, ist Soriat überzeugt.
„Eine Hochwasser-Reduktion von bis zu zwanzig Prozent ist möglich“, so Landschaftsplaner Harald Kutzenberger. Er verweist aufgrund seiner langjährigen Erfahrung auf die Notwendigkeit, die Maßnahmen von Wasserbau, Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz und Gemeindeplanung zu vernetzen. Die Inhalte der Ausstellung stammen aus seiner Feder. Als Generalsekretär der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Donauforschung (IAD) genießt Kutzenberger hohes Ansehen in der Fachwelt. Mit seinem Büro für Ökologie und Landschaftsplanung betreut er seit 25 Jahren Gemeinden ebenso wie Betriebe und hat Vorzeigeprojekte wie den Landschaftsteich Ottenschlag sowie die Neugestaltung des Wasserschlosses Traun geplant und umgesetzt.
Bald auch in OÖ zu sehen
„Wir sitzen alle in einem Boot und müssen gemeinsam in eine Richtung rudern. Da kann jeder etwas dazu beitragen“, betont Soriat, „das große Interesse an der Ausstellung hat unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen. Ich habe auch mit mehr Gegenwind gerechnet. Man sieht, hier gibt es eine Trendwende.“
Die Ausstellung steht unter dem Ehrenschutz von Bundesratspräsident Gottfried Kneifel. „Endlich eine Bürgerinitiative, die nicht gegen, sondern für eine Sache eintritt“, so der erfahrene Politiker, als Vereinsvorstand Gottlieb Soriat und Harald Kutzenberger ihm die Ideen zur Hochwasserbekämpfung der Zukunft vorstellten. Es ist geplant, die Ausstellung ab Anfang 2016 auch in Gemeinden und Schulen zu zeigen, um diesem Thema eine breitere Öffentlichkeit zu geben. Im Jänner wird sie im Linzer Landhaus zu sehen sein.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden