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BEZIRK. Um die Maut auf der Schnellstraße S10 zu umgehen, nützen viele Schwerlastzüge die B126, den Haselgraben, als Ausweichroute. Deshalb soll dort bis zur Staatsgrenze Weigetschlag ein Fahrverbot für Lkw kommen – zum Missfallen der Rohrbacher Wirtschaft, denn auch diese würde das Fahrverbot treffen.

Noch mehr Stau auf der B127 wäre mit dem aktuellen Fahrverbots-Vorschlag vorprogrammiert, befürchtet die Wirtschaft im Bezirk Rohrbach. Foto: Weihbold

Umfangreiche Untersuchungen der Verkehrsabteilung des Landes OÖ haben ergeben, dass zwar die meisten Lkw-Lenker auf der B126 im Ziel- und Quellverkehr unterwegs sind, 14 Prozent könnten aber auf die Schnellstraße S10 transferiert werden. „Deshalb soll für die B126 ein Durchfahrtsverbot für Lkw erlassen werden“, kündigt Landesrat Günther Steinkellner an.

Fahrverbot gilt für fast alle Rohrbacher Gemeinden

Davon nicht betroffen sein soll der Quell- und Zielverkehr, also Transporte, die ihren Ausgangspunkt oder ihr Ziel innerhalb eines bestimmten Gebietes haben. Und genau hier ist der Haken: Denn nur zehn Gemeinden aus dem Bezirk Rohrbach sind als Quell- und Zielgebiet deklariert und dürfen weiterhin die B126 nutzen. „Lkws aus allen anderen 27 Gemeinden müssten über Linz auf die S10 auffahren – wo ohnehin schon jeden Tag auf der B127 und in Linz selbst die Hölle los ist. Der Stau wird dann noch mehr“, hat LAbg. Georg Ecker für den Vorschlag absolut kein Verständnis. Er habe bereits auf Landesebene deponiert, dass alle Rohrbacher Gemeinden aus dem Fahrverbot ausgenommen werden müssen. Auch die Rohrbacher Bezirkshauptmannschaft hat eine negative Stellungnahme zum aktuellen Vorschlag abgegeben.

Klares Nein von der Wirtschaft

Ebenso gibt es ein klares Nein vom Wirtschaftspark Oberes Mühlviertel. „Das ist eine undurchdachte Sache, denn der Schwerverkehr würde sich damit unweigerlich auf die B127 verschieben. Wir haben viele Firmen, deren Lkws jetzt etwa in Bad Leonfelden auf die B126 auffahren. Diese müssten durch Linz und würden ständig im Stau stehen. Das ist untragbar“, betont Obmann Bgm. Wolfgang Schirz. Er hofft, dass die derzeit laufende Begutachtungsphase genutzt wird, um eine vernünftige Lösung zu finden.


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