IV-Niederösterreich-Präsident Salzer: "Flächendeckende LKW-Maut schwächt den Standort"
ST. PÖLTEN. Der Chef der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IVNÖ), Thomas Salzer sieht in der flächendeckenden Lkw-Maut einen Standortnachteil. Eine Einhebung würde zu Mehrbelastungen für Wirtschaft und Konsumenten führen. Standorte im ländlichen Raum würden weiter an Attraktivität verlieren.

Die Industriellenvereinigung Niederösterreich spricht sich klar gegen eine flächende-ckende Lkw-Maut aus. „Eine flächendeckende LKW Maut schwächt den ohnehin an-geschlagenen Standort Österreich weiter“, sagt Thomas Salzer, Präsident der In-dustriellenvereinigung Niederösterreich.Gerade in einem weitläufigen Bundesland wie Niederösterreich hätte eine flächende-ckende Lkw-Maut weitreichende Folgen, wie Salzer erklärt: „Dadurch würden die Regionen noch weiter ausgedünnt werden. Unternehmensstandorte im ländlichen Raum würden gegenüber den Ballungszentren weiter an Attraktivität verlieren“. Im schlimmsten Fall hätte das Abwanderungen sowie den Verlust von Arbeitsplätzen zur Folge. Betriebe und Nahversorger würden außerdem zusätzlich belastet werden, und letztlich käme es zu einem unnötigen Preistreiber für die Konsumenten. Für die ohnehin schon unter massivem Druck stehende Transportwirtschaft würden weitere Nachteile gegenüber der internationalen Konkurrenz entstehen.“Statt über neue Belastungen nachzudenken und Investoren und Unternehmern wei-ter zu verunsichern, sollten wir die heimischen Betriebe entlasten, um vor allem in strukturschwächeren Regionen Arbeitsplätze abzusichern“, so Salzer.Der Lkw-Verkehr in Österreich leistet bereits seit 2011 durch die kilometergebundene Lkw-Maut seinen leistungsabhängigen Beitrag. Die flächendeckende Lkw-Maut wür-de lediglich zu einer Verteuerung des Transports sowie zu einer Benachteiligung des ländlichen Raums führen, nicht aber zur Verlagerung des Transports auf die Schiene oder zu sonstigen positiven verkehrspolitischen Effekten.


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