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ST. STEFAN. In St. Stefan macht man gern Nägel mit Köpfen. Als Afiesl aufgrund der Fusionierung von Schönegg mit Vorderweißenbach keinen Verwaltungspartner mehr hatte, sprang man kurzerhand ein. „Die Verwaltungsgemeinschaft haut super hin und deshalb sind wir auch für die Zukunft guter Dinge“, freut sich Bürgermeister Alfred Mayr.

St. Stefan (l.) und Afiesl wachsen mit 1. Jänner 2019 zusammen. Grafik: Gemeinde
  1 / 2   St. Stefan (l.) und Afiesl wachsen mit 1. Jänner 2019 zusammen. Grafik: Gemeinde

Die Zukunft für St. Stefan und einem Großteil Afiesls ist nämlich eine Gemeinsame. „Das gute Gelingen der Verwaltungsgemeinschaft und die positive Resonanz der Bevölkerung hat uns für den Schritt zur Fusion bestärkt“, beschreibt Mayr. Mit 1. Jänner wird die neue Gemeinde St. Stefan-Afiesl geformt. Im Herbst steht dafür noch einiges an Vorbereitungsarbeit an, wie etwa die Planung des Budgets, buchhalterische Maßnahmen, etc. „Wir wollen, dass alles ordnungsgemäß über die Bühne geht und vor allem die Leute das Gefühl haben, dass sie auch in der neuen Gemeinde gut vertreten sind. Für uns ist das Thema Fusion damit aber in jeder Hinsicht abgeschlossen. Wir wollen dahingehend nicht mehr aktiv werden, was aber nicht heißt, dass wir sinnvollen Kooperationen nicht auch weiterhin aufgeschlossen gegenüberstehen“, so der Ortschef.

Manko Kinderbetreuung

Wächst die Zahl der Gemeindebürger durch die Fusion im Jänner auch momentan sprungweise an, so legt Mayr doch besonderen Wert auf die langfristige Absicherung der Bevölkerungszahl. Zu den Maßnahmen zählen nicht nur attraktive Baugründe, die – sieht man sich die rege Bautätigkeit in St. Stefan in den letzten Jahren an – zweifellos vorhanden sind, sondern auch ein aktives Vereinsleben und die Kinderbetreuung: „Wir sind attraktiv für junge Leute. Wenn ich mir so ansehe, wer in den letzten zehn, 15 Jahren so bei uns gebaut hat, so sind das rund zur Hälfte Fußballer und auch der Rest ist zum Großteil in irgendeinem unserer Vereine tätig. Ist jemand gut integriert, so bleibt er meist auch da. Das müssen wir fördern.“ Das Thema Kinderbetreuung stößt dem Ortschef momentan aber sauer auf, denn in St. Stefan gibt es zwar derzeit zwei Kindergarten-Gruppen, für nächstes Jahr wird aber nur mehr eine genehmigt – obwohl alle baulichen Voraussetzungen erfüllt sind. „Ich verstehe nicht, warum es da keine Alternativlösungen gibt. Die überzähligen Kinder müssten in den Kindergarten in Afiesl verfrachtet werden. Wenn man Transport und Gastkindbeiträge gegenrechnet, würde sich eine zusätzliche Betreuung in St. Stefan leicht rechnen.“

Öffentlicher Verkehr

Was sich der Steffinger Bürgermeister für „seine“ Gemeinde künftig wünscht, ist eine bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Die Chance dafür sieht er in der Neuvergabe der Haselgraben-Linie im Herbst: „Derzeit fahren zwischen Bad Leonfelden und Rohrbach zwölf oder 13 Busse in die eine oder andere Richtung, aber keiner davon zweigt nach St. Stefan ab. Dabei würde die Route hier nur um einen Kilometer länger sein. Wir müssen versuchen, dass zumindest hier eine Verbindung angeboten werden kann“, so Mayr. Vorstellen könnte er sich auch Alternativen zu den klassischen Busverbindungen. Wie eine solche aussehen könnte, muss noch überdacht werden.


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