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ST. STEFAN-AFIESL. Groß war der Jubel bei der Delegation der Gemeinde St. Stefan-Afiesl, die am Mittwoch, 20. November, in Wien den ÖGUT-Umweltpreis für das Projekt „Begegnungszentrum“ in der Kategorie „Nachhaltige Kommune“ entgegennehmen durfte.

Foto: Mayr
Foto: Mayr

Die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) hat heuer bereits zum 33. Mal in fünf Kategorien Vorbilder aus Unternehmen, Verwaltung und Zivilgesellschaft ausgezeichnet. Mehr als 90 Projekte, Leistungen und Initiativen für eine nachhaltige Welt wurden heuer ins Rennen um den Preis geschickt unter diesen auch das Projekt „Begegnungszentrum St. Stefan-Afiesl“.

Dinge selbst in die Hand genommen

Wie berichtet, hat die Gemeinde gemeinsam mit ihren Bürgern ein Konzept für ein multifunktionales Begegnungszentrum entwickelt, um dem Verlust von sozialen Treffpunkten und Nahversorgungsstrukturen entgegenzuwirken. 2017 sperrte in der 1.100 Einwohner-Gemeinde der Nahversorger zu. Als 2019 auch das Gasthaus Mayrwirt aufgrund der Pensionierung des Wirtes und des Koches nur mehr eingeschränkt weitergeführt werden sollte, entschloss sich die Gemeinde, die Dinge in die Hand zu nehmen. Finanziert wird das Projekt über eine Genossenschaft und durch die Beteiligung diverser Einrichtungen in der Gemeinde. Es entsteht ein Zentrum mit Café, Gasthaus, Veranstaltungszentrum und einem Geschäft, das die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs sowie mit regionalen Produkten sichert. 

Schlüssiges Konzept

Die Jury würdigte insbesondere, dass es sich beim Begegnungszentrum um ein schlüssiges und übertragbares Konzept für den ländlichen Raum handelt. Das Projekt zeichnet sich durch seine kooperative Erarbeitung aus und berücksichtigt auch soziale und ökonomische Nachhaltigkeit.


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