„Weisses Rössl“-Wirt Helmut Peter wehrt sich gegen Abschiebung vorbildlicher Asylwerber

Hans Promberger Hans Promberger, Tips Redaktion, 16.02.2018 17:05 Uhr

ST. WOLFGANG. Helmut Peter, Altwirt des „Weissen Rössls“ ist „angespeist“. Jahrelang hat er sich um die Integration eines lernwilligen und sich vorbildlich verhaltenden Asylwerbers aus Afghanistan bemüht und diesem eine Lehre ermöglicht, nun hat dieser einen negativen Asylbescheid erhalten.

Die Familie Peter bringt sich seit Herbst 2015 aktiv in die Betreuung von Flüchtlingen und Migranten ein – wohlwissend, dass nicht alle Menschen, die gekommen sind, ein Bleiberecht bekommen. Die Finanzierung von Deutschkursen, die Hilfe bei der Unterbringung und die Suche nach Arbeitsplätzen haben den Einsatz der Familie geprägt.

Bemühen soll belohnt werden

Rahmat Jafari ist aus seiner Heimat Afghanistan geflohen und am 20. September 2015 in Österreich angekommen. Seit Juli 2017 wohnt und arbeitet er im „Weißen Rössl“. „Sein aufrechtes Lehrverhältnis seit über sieben Monaten ist die beste Garantie für seine Integration in die österreichische Gesellschaft. Er hat ein soziales Umfeld und lernt schnell Deutsch“, sagt Helmut Peter, einst Landesparteiobmann-Stellvertreter der FPÖ Oberösterreich und jetzt Ehrenpräsident der Hoteliersvereinigung. Im „Weißen Rössl“ sei man froh, diesen positiven Beitrag zur Integration geleistet zu haben und man wolle diesen Weg natürlich gerne fortsetzen.

Offener Brief an Bundeskanzler

Nach einem negativen Bescheid für Rahmat appelliert Peter in einen Offenen Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz. Ein Auszug: „Wir verstehen, dass nicht alle Wirtschaftsflüchtlinge in unser Land kommen können. Es gibt Grenzen. Wir verstehen, dass bei mangelnder Integrationswilligkeit oder gar Straffälligkeit, Abschiebungen nötig sind. Wir verstehen, dass subsidiärer Schutz bei mangelnder Integration endet. Wir verstehen aber NICHT, dass erfolgte positive Integration nicht anerkannt wird und ein junger Mann auf dem Wege in unsere Gesellschaft vertrieben wird.“

Peter verlangt, dass die Behörden in Zukunft positive Integrationsschritte als Grundlage ihrer Entscheidung heranziehen und nicht jahrelanges Bemühen um einen Menschen mit einem Federstrich zerstören.

 

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