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STADL-PAURA. Eineinhalb Monate vor der Eröffnung der Landesausstellung wird im Pferdezentrum noch eifrig an der Innenausstattung gearbeitet. Bei einem Lokalaugenschein konnte man einen ersten Eindruck gewinnen.

Landeskulturdirektor Reinhold Kräter, Bürgermeister Klaus Hubmayer, Lambach, GF Karl Platzer, Pferdezentrum Stadl-Paura GesmbH., Landeshauptmann Josef Pühringer, Bürgermeister Christian Popp, Stadl-Paura, em.Univ.Prof. Roman Sandgruber, Wissenschaftlicher Leiter, Peter Hans Felzmann, Gestaltung Stadl-Paura. Foto: Land OÖ/Kraml

Es scheint, als würde man mit einer Landesausstellung zum Thema Pferd ein breites Publikum ansprechen. „Noch nie hatten wir Wochen vor Beginn so viele Voranmeldungen“, verkündete Landeshauptmann Josef Pühringer bei einem Lokalaugenschein für die Pressevertreter. Noch arbeiten Schlosser, Tischler und Glaserer an der Ausstattung. In rund einem Monat werden die Ausstellungsobjekte (Leihgaben) aufgebaut.

Schau für die ganze Familie

Die Ausstellung soll zu einem Erlebnis für die ganze Familie werden und betrachtet die Kultur und Sozialgeschichte des Pferdes genauso wie die wirtschaftliche Bedeutung und biologische Aspekte. Der Bedeutungswandel des Tieres über die Jahrhunderte wird aufgezeigt. Auch das lebendige Tier in den Ställen des Pferdezentrums darf bestaunt werden. Dazu gibt es ein Vermittlungsprogramm für Kinder.

Viele Aspekte

Ein fossiles Skelett eines Urpferdes wird gleich zu Beginn der Schau ausgestellt. Mit einem einzigartigen begehbaren Bildschirm werden auch technische Innovationen aufgeboten. Die Welt der Mustangs soll damit dargestellt werden. In einem eigenen Raum wird auch das Pferd im Kriegseinsatz beleuchtet. Immerhin gab es im ersten Weltkrieg genauso viele tote Pferde wie Menschen.

In einem komplett verspiegelten Saal wird die hohe Schule des Reitens auf eine ganz besondere Form gezeigt. Augarten-Porzellan-Figuren werden tanzen.

Dem Pferderennsport widmet man sich genauso wie der Reiterin Kaiserin Sisi. Ausstellungsgestalter Peter Felzmann widmet auch ihr einen eigenen Raum.

Welche Dienste das Pferd in der Landwirtschaft geleistet hat, ist Thema eines weiteren Raumes im Obergeschoss des sanierten Gebäudes. Es wird auch gezeigt, wo Pferde in der heutigen Landwirtschaft noch eingesetzt werden (Holzrückepferde). Weitere Themen sind das Fahren mit dem Pferd (Pferdeeisenbahn, Pferdeschifffahrt), das Sattlergewerbe und Sprichwörter und Symbole zum Thema Pferd.

Hohe Wertschöpfung

„Mit jedem Euro, der in die Landesausstellung investiert wird, kommen 2,5 Euro wieder zurück, zum Beispiel in der Gastronomie“, rechnet Landeshauptmann Josef Pühringer vor und verweist dabei auf Studien. Rund acht Millionen werden seitens des Landes investiert. Die sanierten und umgebauten Gebäude bleiben nicht nur für eine Nachnutzung erhalten, was bleibt ist auch viel an Bekanntheit.

Erwartet werden rund 150.000 bis 200.000 Besucher, eventuell 250.000. Es gibt auch ein breites Rahmenprogramm.

Landesausstellung Mensch und Pferd

28. April bis 6. November

Pferdezentrum Stadl-Paura

Stift und Rossstall Lambach

www.landesausstellung.at


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