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SIERNING. Seit 1732 wird der Rudentanz in Sierning gepflegt. Der Landeshauptmann-Wechsel ist heuer ein großes Thema bei den lustigen Gstanzln.

Die Michlbauern Rud aus Aschach tritt heuer zum 20. Mal in Sierning auf. Foto: geh
  1 / 2   Die Michlbauern Rud aus Aschach tritt heuer zum 20. Mal in Sierning auf. Foto: geh

Traditionell wird am Faschingdienstag der Traunviertler Landler in Sierning getanzt und dazu in spöttischer und frecher Art in Achtzeiler-Gstanzln die Begebenheiten aus Politik und Alltag dem Publikum zu Gehör gebracht. „Die auswärtigen Ruden singen eher die Landes- und Bundespolitik an, die regionalen Ruden das örtliche Geschehen“, erklärt Karl Brandner vom Rudenkomitee. Heuer sind am Dienstag, 28. Februar, elf Ruden im Forsthof und im Rudensaal (ehemaliges Pfarrheim) dabei und werden dabei rund 150 Gstanzln zum Besten geben.

Landesregierung eingeladen

Wie jedes Jahr, ist auch heuer die gesamte Landesregierung zum Sierninger Rudentanz eingeladen. Wer letztlich kommt, entscheidet sich oft kurzfristig. „Der Landeshauptmann war schon einige Male bei uns“, sagt Brandner. Angesungen zu werden gilt als Ehre. Die angesungene Person spendet der Rud in der Regel Geld oder Getränke. Der Rudentanz am Faschingdienstag dauert in beiden Lokalitäten von 10 bis 16 Uhr. Karten (zwölf Euro) gibt es in der Raiffeisenbank Sierning sowie bei den Ruden.

Kostprobe

Gstanzl der Michlbauern Rud aus dem Jahr 2016:

Da Landeshauptmau hot vor da Woi

versprocha auf jedn Foi

waun mir Siega wern

werds nu laung vo mir hern

sei versprecha tuata hoidn

es bleibt wirkli ois ban oidn

doch oas merkt ma scho heit

der bleibt uns bis in d“Ewigkeit


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