4500 Zuseher beim Theater am Fluss
STEYR. 3600 Besucher, zahlreiche ausverkaufte Vorstellungen – das ist die Erfolgsbilanz der diesjährigen Theateraufführungen am Ennsfluss. Das Eröffnungs- sowie Abschlusskonzert dazugenommen, zählte die Produktionsstätte in ihrem dritten Jahr 4500 Zuseher.

Die Inszenierung von Johann Nestroys Posse „Der Zerrissene“ brachte eine Steigerung der Zuschauerzahlen um über zehn Prozent zum Vorjahr und bildet damit einen neuen Höhepunkt in der jungen Geschichte des Theaterprojektes. Zuzuschreiben ist das dem engagierten Team um Produktionsleiter Bernhard Oppl und Regisseur Herbert Walzl sowie einem wunderbaren Darsteller-Ensemble.
Tolles Profi/Laien-Ensemble
In der Hauptrolle reüssierte der von Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Heinz-Arthur Boltuch als innerlich „Zerrissener“. Der Wiener brachte den Geldaristokraten Herrn von Lips und seine im materiellen Überfluss verdurstende Lust auf das Leben brillant auf die Bühne. Nicht zuletzt auch mit seiner augenzwinkernden Darbietung von Lips als patschertem Knecht hatte er die Sympathien des Publikums ganz und gar in der Tasche.
Lips' Gegenspieler verkörperte Jürgen Hirsch. Das Kremser Bühnen-Phänomen gab den Schmied Gluthammer mit einem Feuer in der Brust, gerade so als hätte Nestroy niemand anderen als ihn für die Rolle im Sinn gehabt. Irmi Gruber, ein Bühnenliebling von Regisseur Walzl, ließ sich nicht lange bitten, als klar war, welcher Dramatiker heuer auf den Spielplan kommen würde. Sie gab eine ideale Madame Schleyer und damit treulose Braut Gluthammers.
Die junge Laura Enzenhofer bezauberte im Vorjahr als Esmeralda in „Der Glöckner von Notre Dame“, heuer überzeugte sie als Kathi, Lips Anverwandte und zu guter Letzt große Liebe. Neben ihr als Vetter Krautkopf HP Baumfried, der den von Kopfweh und Freund Gluthammer geplagten Pächter einer Lips'schen Besitzung mimte.
Und dann wären da noch Lips' unanständige Freunde: Bernhard Oppl, Johannes Schmid und Stefan Parzer formten als Stifler, Sporner und Wixer ein kongeniales Triumvirat, das vor Selbstverliebtheit nur so strotzte – und köstlich amüsierte.
Stimmig auch das weitere Darsteller-Team. In den Jungbrunnen tauchten die Posse von 1844 außerdem die Tänzerinnen von „Smash the Limit“ und die musikalischen Arrangements.
Ausverkaufte Konzerte
Das Theater am Fluss 2017 eröffnete ein ausverkauftes Konzert der Poxrucker Sisters und der Band Jederzeit. Bis auf den letzten Platz gefüllt war auch die Abschluss-Revue „Hear My Song!“: Die Vorjahres-Darsteller Sebastian A. M. Brummer und Marcel-Philip Kraml sowie die weiteren Bühnenprofis Daniela Lehner und Doris Drechsel begeisterten mit Broadway- und Musical-Hits.
2018 wird's noch größer
Die Vorbereitungen für 2018 sind bereits angelaufen. Es soll wieder ein einzigartiges Theaterspektakel werden – das Ensemble noch um einiges größer ausfallen als heuer. Auch in punkto Bühnenbild verspricht Produktionsleiter Oppl eine aufregende (und große) Sache. Bekanntgegeben wird das Stück im Herbst.


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