Baby-Boom im Steyrer Krankenhaus
STEYR. Noch nie sind im Steyrer Krankenhaus so viele Babys – 535 Mädchen und 547 Buben – auf die Welt gekommen wie im Vorjahr. Während die Geburtenrate steigt, sinkt die Anzahl der Kaiserschnitte.

1082 Neugeborene verzeichnete das Krankenhaus Steyr im Jahr 2015. Damit ist das herausragende Ergebnis aus dem Jahr 2014 (1015 Geburten) noch einmal deutlich übertroffen worden. Die umfassende Beratung und Begleitung während der Schwangerschaft und der Fokus auf ein natürliches Geburtserlebnis sind entscheidende Faktoren, warum sich werdende Mütter für das LKH Steyr entscheiden, heißt es aus dem Spital.
Beliebt: Anna und Jonas
Nur jedes fünfte Baby ist 2015 per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen. „Bestehen keine gesundheitlichen Risiken, raten wir zu einer normalen Geburt. Ein so natürlich als möglich gestaltetes Geburtserlebnis liegt uns sehr am Herzen“, sagt die Leitende Hebamme Doris Brillinger. Der geburtenstärkste Monat war im Vorjahr der Oktober. Zwölfmal durften sich Eltern über Zwillinge freuen. Die Hitliste der beliebtesten Namen führen Anna (vor Sophie und Marie) sowie Jonas (vor Elias und Tobias) an.
Begleitung nach Geburt
Die Rundumbetreuung von Mutter und Kind wird auch nach der Geburt fortgesetzt. Das im Vorjahr neu etablierte Beckenbodenzentrum bietet den frisch gebackenen Müttern die Möglichkeit, Belastungen durch Überdehnungen und möglichen Spätfolgen entgegenzuwirken. „Es wird ein individuelles, den jeweiligen körperlichen Möglichkeiten der Frauen angepasstes Übungsprogramm angeboten“, sagt Primar Hermann Enzelsberger.
Außerdem treten für die Mütter in dieser sensiblen Lebensphase oft Unsicherheiten und Fragen auf. „Während ihres stationären Aufenthalts können die Mütter jeden Montag und Donnerstag ab 12.45 Uhr im Kinderzimmer der Geburtenabteilung Fragen zur optimalen Entwicklung ihres Kindes stellen“, erklärt Kinderpysiotherapeutin Christa Ablinger. „Wir beschäftigen uns mit Themen wie der optimalen Tragetechnik des Neugeborenen, der Motorik des Kindes oder wie das Kind in den ersten Lebenswochen bestmöglich gefördert werden kann.“


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