„Ängste abbauen und aufeinander zugehen“
STEYR. Der Verein Blaue Moschee Steyr beteiligt sich an einem österreichweiten Aktionstag, der am Samstag, 13. Februar, von 10 bis 16 Uhr stattfindet.

„Wir werden das Weltbild über Moslems nicht ändern. Uns ist es aber wichtig, in Steyr und Umgebung Akzente zu setzen“, sagt Süleyman Sulanc. Der erfolgreiche Unternehmer ist in Istanbul geboren und als Kleinkind mit seiner Familie nach Österreich gekommen. „Ich bin in der Moschee aufgewachsen und habe dabei auch den Koran gelernt“, erzählt der 37-Jährige.
Große Gemeinschaft
Damals haben sich die Angehörigen des Islam noch in der Sierningerstraße getroffen, seit 1992 ist der Verein Blaue Moschee Steyr in der Seifentruhe zu Hause. Zum Freitagsgebet strömen wöchentlich rund 500 Gläubige, etwa die Hälfte von ihnen ist auch Mitglied im Verein. „Jeder zahlt monatlich so viel er kann, das fängt bei zehn Euro an“, sagt Sulanc, der als Kassier sowie in der Öffentlichkeitsarbeit für den Verein tätig ist.
Die Gebete spricht ein angestellter Imam, im großen Saal die Männer, darunter in einem eigenen Raum die Frauen. Das Gebet wird via Lautsprecher übertragen. Über die strikte Trennung zwischen Mann und Frau beim Gebet und warum eine gläubige Muslimin Kopftuch trägt, will der Vereinsvorstand beim Tag der Offenen Moschee am Samstag Auskunft geben. „Wir können über alles sprechen, wollen Ängste abbauen und aufeinander zugehen“, sagt Sulanc. Er und seine Kollegen bieten Führungen durch die Moschee an, einige Stadtpolitiker haben ihr Kommen zum Aktionstag ebenso zugesagt wie eine Delegation der Polizei.
Termin:
Tag der offenen Moschee am Samstag, 13. Februar, 10 bis 16 Uhr
Verein Blaue Moschee Steyr, Seifentruhe 5


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