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STEYR. In drei Monaten startet die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. Während es in anderen oberösterreichischen Städten wie Gmunden, Marchtrenk oder Schärding ein Public Viewing geben wird, gibt es in Steyr keine geeignete Fläche für das gemeinsame Mitfiebern im großen Stil.

  1 / 2   Viele Fußballfans aus der Region Steyr werden Österreich in Frankreich vor Ort unterstützen. Zu Hause bleiben für die Fans allerdings nur Gasthäuser als Alternative zum eigenen Wohnzimmer. Symbolfoto: Weihbold

„In Steyr eine größere Veranstaltung zu machen, ist nicht einfach. Offenbar will man das aber auch gar nicht“, seufzt Jungunternehmer Fritz Sommer. Der 34-Jährige hat in den letzten Monaten ein 17-seitiges Konzept für ein Public Viewing während der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) ausgearbeitet. „Ursprünglich wollte ich die Veranstaltung im Vorwärts-Stadion, dann am Eislaufplatz machen. Beide Varianten wurden von der Stadt abgelehnt, da sich beide Orte im Siedlungsgebiet befinden. Dafür habe ich auch Verständnis“, sagt Sommer. Von Bürgermeister Gerald Hackl (SP) wurde schließlich das Reithoffer-Areal vorgeschlagen. „Wir haben nochmal alles umgeplant und waren guter Dinge, dass alles klappt“, erklärt Sommer, der von Kosten zwischen 50.000 und 60.000 Euro spricht. Finanziert hätte er das Spektakel mit Werbe- und Gastroeinnahmen, der Eintritt für Besucher wäre frei gewesen.

Polizei sagt Nein

Auf Facebook hatte Sommer bereits für das Public Viewing geworben, über 400 Gefällt-mir-Angaben gesammelt. Die Steyrer EM-Arena hätte auf über 1000 Quadratmetern am Reithoffer-Areal entstehen sollen, bis zu 550 Besucher hätten die Spiele live auf einer 15 Quadratmeter großen LED-Wand verfolgen können. Von den Vertretern der Steyrer Polizei gibt es allerdings für das Areal kein Grünes Licht. „Dieser Standort ist mit dem Schotteruntergrund nicht geeignet“, sagt Stadtpolizeikommandant Christian Moser. Fußball-Veranstaltungen würden grundsätzlich ein Risiko bergen und ein Gelände mit grobem Untergrund wäre für ein Public Viewing alles andere als geeignet. Für Moser wäre der ideale Standort das Vorwärts-Stadion gewesen.

Stadtchef überrascht

Bürgermeister Gerald Hackl zeigte sich am Montag auf Tips-Anfrage überrascht vom Veto der Polizei. „Es wäre schade, wenn es kein Public Viewing geben würde“, so der Stadtchef. Einen alternativen Standort gibt es im Steyrer Stadtzentrum nicht. „Wir haben das Projekt mit den Fraktionsvorsitzenden besprochen und das Reithoffer-Areal für gut geeignet befunden“, so Hackl.


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