Offensive in der Ausbildung von Pflegekräften

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Robert Hofer Robert Hofer, Tips Redaktion, 18.07.2019 06:34 Uhr

REGION STEYR. Bis zum Jahr 2025 werden allein in Oberösterreich bis zu 1.600 zusätzliche Fachleute in der stationären und mobilen Altenarbeit gebraucht.

Konkret bedeutet dieser Mehrbedarf, dass jährlich künftig rund 800 Personen eine kostenlose Ausbildung beginnen müssen, um das System langfristig abzusichern. Während jedoch die Anzahl der pflegebedürftigen Oberösterreicher steigt, ist die Zahl der Absolventen, welche eine Ausbildung zum Fachsozialbetreuer Altenarbeit (FSB „A“)abschließen, rückläufig.

Lage spitzt sich zu

„Der Personalmangel in der Altenpflege spitzt sich zu. Unser Ziel ist es, ein Maximum an kompetenten und engagierten Frauen und Männern anzusprechen und für eine qualifizierte Ausbildung in der Altenbetreuung zu gewinnen. Neben einer neuen Ausbildung, die bereits 16-Jährige auf den Pflegeberuf vorbereitet, werden vermehrt Migranten für die Ausbildungen angeworben. Berufsumsteiger und Wiedereinsteiger brauchen während der Ausbildung eine Sicherung des Lebensunterhaltes“, sagt Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ). Deshalb seien seitens der Politik zahlreiche Maßnahmen beschlossen worden.

Kostenlose Ausbildung

Alle Ausbildungen in der Altenarbeit werden 2019 kostenlos angeboten, das Sozialressort des Landes hat dafür rund 1,6 Millionen Euro budgetiert. Mit insgesamt 36 Ausbildungslehrgängen werden heuer 1.080 Ausbildungsplätze angeboten. Der Lehrgang „Junge Pflege“, der erstmals einen Ausbildungsbeginn nach der Pflichtschule ermöglicht, erwies sich als Erfolgsmodell und wird an weiteren Standorten angeboten.

Schneller einsteigen

Sogenannte „Teilzeit-Ausbildungen“ werden forciert, um auch jene Personen anzusprechen, die neben der Ausbildung arbeiten wollen oder Betreuungspflichten haben. Außerdem gibt es unter gewissen Voraussetzungen verkürzte Ausbildungen, die dennoch alle gesetzlich notwendigen Inhalte vermitteln – damit wird es möglich sein, die Ausbildungsdauer um fünf Monate zu verkürzen und schneller in den Beruf einzusteigen.

 

Telefon-Fragestunde mit Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer am Mittwoch, 31. Juli, von 14 bis 15 Uhr. Die Landesrätin ist in diesem Zeitraum unter Tel. 07252/71145-1744 erreichbar.

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