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STEYR. Die Hoffnung, dass sich die hohe Abmeldezahl, die nach Einführung der Kostenpflicht bei der Kindergarten-Nachmittagsbetreuung verzeichnet wurde, mit der Zeit wieder „normalisieren“ würde, hat sich in Steyr nicht erfüllt.

Ingrid Weixlberger Foto: SPÖ
Ingrid Weixlberger Foto: SPÖ

„Der rapide Rückgang hat sich leider verfestigt. Sind früher fast 50 Prozent der Kinder auch am Nachmittag in unseren elf städtischen Kindergärten professionell betreut worden, verringerten sich mit der vom Land Oberösterreich 2018 eingeführten Kostenpflicht die Anmeldungen schlagartig auf weniger als 30 Prozent. Und für das im September beginnende neue Kindergartenjahr schaut es leider genauso negativ aus“, sagt Vizebürgermeisterin Ingrid Weixlberger (SPÖ), zuständige Referentin. Gerechnet wird, dass aufgrund der Voranmeldungen von knapp 700 Kindern, die am Vormittag betreut werden, lediglich rund 190 auch die kostenpflichtige Nachmittagsbetreuung in Anspruch nehmen werden.

Ähnliche Zahlen in Wels

Diese negative Entwicklung ist aber kein Steyr-Phänomen. In der Stadt Wels zeigt sich ein beinahe identes Bild. So mussten in der Messestadt ebenfalls massive Rückgänge von mehr als 30 Prozent bei den Anmeldungen zur Nachmittagsbetreuung hingenommen werden. Und auch viele andere Kommunen in Oberösterreich verzeichnen teilweise deutliche Rückgänge bei der Nachmittagsbetreuung. „Speziell aus pädagogischer Sicht ist das sehr bedauerlich. Die qualitätsvolle Betreuung in den Kindergärten ist eine wichtige Grundlage für eine umfassende Bildung, frühes Lernen ist besonders für den Erwerb von Sprach- und Sozialkompetenz von großer Bedeutung“, betont Weixlberger.


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