Neues Ticketsystem für Stadtbusse
STEYR. Die Corona-Krise fordert die 145 Mitarbeiter der Stadtbetriebe enorm. Heuer stehen zudem eine Umrüstung beim Bus-Ticketsystem und Neuerungen an der Flotte an.

Neben den vielen Serviceleistungen sind die Steyrer Stadtbetriebe auch mit Zukunftsthemen befasst. Als Betreiber des städtischen öffentlichen Verkehrs steht etwa die Umsetzung des 1-2-3-Klimatickets an: „Hier sind noch viele Fragen vor allem rechtlicher Natur offen“, sagt Geschäftsführer Peter Hochgatterer über die angekündigte bundesweite Öffi-Jahreskarte. „Wir begrüßen die Idee. Die Kosten dürfen aber nicht bei den Betreibern hängen bleiben – vor allem nicht bei jenen, die bisher schon vorbildlich gearbeitet haben“, betont er. Bei jährlich 2,5 Millionen Euro Ausgaben für das Steyrer Busnetz gäbe es „keinen Spielraum mehr“, verweist man auf nötige Mittel vom Bund.
27 neue Ticket-Automaten
In jedem Fall erneuert werden müssen heuer für die Stadtbusse 27 neue Fahrscheinautomaten: An ihnen wird man mit Bankomatkarte und NFC zahlen können. Kostenpunkt: 1,3 Millionen Euro. „Das neue System beinhaltet auch die GPS-Ortung der Busse, die Echtzeit-Daten ans Handy ermöglicht“, erklärt Hochgatterer. Für das Terminal am Busbahnhof ist eine Anzeigetafel geplant.
Die alten Ticket-Automaten haben ihre Schuldigkeit über viele Jahre getan, mit den Ersatzteilen aus in Deutschland ausgemusterten Geräten konnte die Lebensdauer verlängert werden. Im Sommer ist nun die Umstellung auf das neue High-tech-System fällig. Damit werden auch neue Tarife machbar. „Die Digitalisierung ist notwendig, man holt sich aber ein großes Stück Komplexität in den Betrieb“, so Hochgatterer.
Modernisierung der Busflotte
2020 gingen in Steyr zwei neue Gelenkbusse und der „Kunstbus“ für die Linie 5 in Betrieb. Heuer folgen die ersten beiden Hybrid-Busse. E-Busse kommen derzeit für Steyr nicht infrage, erklärt Hochgatterer – aufgrund der ungünstigen Fördersituation und begrenzten Reichweiten. „Fahrzeuge, wie wir sie für die Tagesumläufe in der Stadt benötigen, gibt es noch nicht“. Für den Ersatz eines herkömmlichen Busses bräuchte es mehrere E-Busse – und entsprechend hohe Investitionen. Wie die Flotte in Zukunft weiter erneuert wird – ob mit Wasserstoff, Gas, Elektro – ist offen.
Optimierungen
Im Vorjahr wurde der Takt der Linien 5 und 7 mit einer Investition von 300.000 Euro verdichtet. Weitere Fahrplan-Verbesserungen werden diskutiert.


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