Leserbrief: Bauern-Region statt Power-Region
STEYR. Tips-Leserin Gerlinde Winter fordert einen sofortigen Stopp der Ausbaupläne von Google, Amazon & Co sowie der Transithölle von Klaus bis Enns.

Wie kann es sein, dass Grund und Boden 2022 verschleudert werden als gäbe es kein Morgen? Wie kann es sein, dass der saubere Strom aus der Enns von Google abgesaugt werden soll, wo wir ihn gerade jetzt selber dringend brauchen? Wie kann es sein, dass das Steyrtal und unsere nächste Umgebung um Steyr in eine stinkende, lärmende Transithölle a la Brenner verwandelt werden soll?
Ja, wie kann das eigentlich sein - wo wir doch wissen und fühlen, wie unwiederbringlich wertvoll jeder Quadratmeter intakter Boden ist? Und wo wir längst wissen, dass wir bereits mitten drin sind in der Klima-Erwärmung und die Erde die radikale Umkehr dringend braucht: zu regionalen Versorgung, kurzen Wegen und Arbeitsplätzen, die sozial und klimagerecht sind.
Wir haben keine Zeit zu verlieren mit verjährten Plänen, die unsere geliebte Landschaft in eine unsägliche Power-Region verwandelt. Wir brauchen eine Bauern-Region, keine Power-Region, die uns das Leben zur Hölle macht. Damit wir in letzter Sekunde den Schwenk schaffen, braucht es jetzt viele Menschen, die sich trauen, aufzustehen gegen diesen Irrweg des Versiegelns für Straßen und Konzerne. Für ein gutes Leben für alle in einer intakten Umwelt. Für unsere Kinder und Enkel, für die Tiere und Pflanzen. Für alles, was lebt und uns umgibt. Wann, wenn nicht jetzt brauchen wir ein Innehalten und Zusammenhalten.
von Gerlinde Winter, Steyr
aktiv bei www.dahuatbrennt.at und www.forum-schlosspark.at


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