Betreuungs-Lücke: Schwieriger Wiedereinstieg für Frauen nach Elternzeit
OÖ. Viele Frauen finden nach der Elternzeit nur schwer zurück in den Beruf, fehlende Betreuungsplätze für Kinder ab dem 12. Lebensmonat bremsen den raschen Neustart. Eine Sonderauswertung der Arbeiterkammer 2025 zeigt deutliche Lücken.

Von 313 Gemeinden in Oberösterreich bieten nur 66 eine Betreuung ab dem 12. Lebensmonat an. 152 Gemeinden nehmen Kinder erst ab dem 18. Lebensmonat auf. Diese Lücke in der frühkindlichen Betreuung sowie unflexible Öffnungszeiten führen dazu, dass insbesondere Mütter häufig nur in Teilzeit in die Arbeitswelt zurückkehren. Vor allem Bezieher des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes sind betroffen bzw. Eltern, die aus beruflichen oder finanziellen Gründen früher an den Arbeitsplatz zurückkehren wollen.
Schlechtere Altersvorsorge für Frauen
57,1 Prozent der Frauen in Österreich arbeiten Teilzeit. Das senkt Einkommen und Pension und erschwert ihre finanzielle Unabhängigkeit. „Wenn Frauen wegen Betreuungspflichten den Arbeitsmarkt verlassen und nicht rechtzeitig zurückkehren können, gehen Arbeitskräfte verloren und die Ungleichheiten verschärfen sich“, sagt AK OÖ-Präsident Andreas Stangl.


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