Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

WEYER. Die Saison des Bergbau & Heimatmuseum Knappenhaus Unterlaussa beginnt am Samstag, 7. Mai, mit einer kleinen Eröffnungsfeier.

 (Foto: Knappenhaus Unterlaussa)
  1 / 3   (Foto: Knappenhaus Unterlaussa)

Im Nationalpark Kalkalpen werden bei Wanderungen immer wieder historische Gegenstände wie Schlachtnägel, Halterungen für Steige und anderes Eisenzeug gefunden. Man entdeckt aber auch Natürliches wie Knochenreste oder Abwurfstangen der Rothirsche.

Hinter jedem Fund verbirgt sich eine Geschichte. Der ehemalige Nationalpark-Direktor Erich Mayrhofer hat ein Auge für besondere Fundstücke. In Zusammenarbeit mit Ausstellungsgestalter Franz Pötscher werden heuer im Knappenhaus Unterlaussa große Teile seiner Sammlung präsentiert.

Von Flößern und Sennerinnen

Die Schau erzählt einerseits die lange Nutzungsgeschichte der Region für die Holz- und Almwirtschaft sowie den Bergbau. Man erfährt von Holzknechten, Flößern, Köhlern, Bergknappen und Sennerinnen. Überreste mächtiger Klausbauwerke und ehemaliger Almhütten oder verlassene Bergwerksstollen zeugen von ihrer einstigen Präsenz. Großflächige gezeichnete Hintergrundkulissen zeigen Arbeitssituationen.

In einem weiteren Teil geht es um die Proteste der Bevölkerung gegen moderne Großprojekte als Wendepunkt der Geschichte. Geplante Großerschließungsprojekte im 20. Jahrhundert wie Kanonenschießplatz, Speicherkraftwerke und jüngst Windkraftanlagen konnten mit großem Widerstand und Einsatz der heimischen Bevölkerung und engagierter Alpinvereine erfolgreich abgewehrt werden.

Wildnis kehrt zurück

Zu guter Letzt beleuchtet die Schau die Entwicklung der Region seit der Gründung des Nationalparks. Mit dem Ende der Bergwerke (Bauxitbergbau, 1964), der Waldbahn (1971), dem Rückgang der Almwirtschaft in den sechziger Jahren und der zunehmenden forstwirtschaftlichen Technisierung kehrte Ruhe in das größte Waldgebiet der Ostalpen ein. In den folgenden Jahren eroberte die Natur die Flächen zurück. Seit der Gründung des Nationalparks 1997 entwickelt sich das Reichraminger Hintergebirge und Sengsengebirge zur letzten großen Waldwildnis Österreichs mit einer enormen Artenvielfalt. 2017 bekam das Schutzgebiet die Auszeichnung der Unesco als erstes Weltnaturerbe Österreichs. Die Schau zeigt unter anderem Schnappschüsse von Wildkameras.

Das Knappenhaus Unterlaussa begrüßt ab 7. Mai die Besucher, eine kleine Eröffnungsfeier am Ersttag beginnt um 16 Uhr. Öffnungszeiten: Sonn- und Feiertage, 13–17 Uhr, sowie gegen telefonische Voranmeldung (Tel. 0660/7622286)


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden